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/ ©pexels.com: Rezső Terbe auf Pixabay
Ein Bild auf 5min.at zeigt einen Ölkäfer.
Ölkäfer: Klein, aber gefährlich – schon bei Berührung kann sein Gift schmerzhafte Blasen verursachen.

Alarm in Kärnten: Ölkäfer breiten sich aus!

Reptilienzoobetreiberin Helga Happ schlägt Alarm:  Es wurden nicht nur in einem Garten im Gurktal in Kärnten Exemplare vom Ölkäfer gefunden, sondern auch im Raum Spittal.

von Manfred Wrussnig
2 Minuten Lesezeit(318 Wörter)

Die Menschen (Kinder!) sollten vorsichtig sein, da eine bloße Berührung ausreicht, damit der Ölkäfer seine öligen Gifttröpfchen an den Gelenken austreten lässt. Bekommt man diese auf die Haut, gibt es stark schmerzende Blasen.

Wiederentdeckung durch Klimaerwärmung

Happ: „Der Ölkäfer war sehr selten, dass man annahm, er wäre in seinem Bestand bedroht. Durch die Klimaerwärmung scheint er nun aber „aufzuleben“ und droht zumindest im Kontakt zu Kindern ein böses Erlebnis zu werden“.  In der Literatur, die Happ gesammelt hat, geht es dann ganz und gar nicht harmlos zu. Liebestränke, Giftmorde, Wehenpflaster, dies alles rankt sich um die kleinen, kaum 5 cm großen Käfer, die vor einigen Tagen auch im Metnitztal gesichtet wurden.

Der Ölkäfer in der Geschichte

Seit 4.000 Jahren ist dieser Käfer Bestandteil unserer Kultur – und kaum jemand kennt ihn. Sein Reizgift wurde gegen eine Fülle von Krankheiten verwendet. Bereits 1550 vor Christus wird in einem altägyptischen Papyrus das wahrscheinlich älteste Wehenpflaster der Welt beschrieben, welches Wehen erzeugen und verstärken sollte.

Ein gefährlicher Liebestrank

In Honig zubereitet, gehörten Ölkäfer zu den bekanntesten Liebestränken zur Steigerung der sexuellen Potenz. Oft mit fatalen Folgen, denn bereits ein einziger Käfer enthält eine tödliche Dosis Gift. Im antiken Griechenland wurde dieses Gift für Hinrichtungen eingesetzt. Morde mit diesem Käfergift sind bis in die Neuzeit bekannt.

Happ warnt:  Das Gift der Ölkäfer ist hochwirksam

Sie produzieren giftige Abwehrstoffe, die in ihrem Blut, der Hämolymphe, enthalten sind. Bei Gefahr lassen sie diese an den Poren an ihren Beingelenken austreten (Reflexbluten). Diese erinnern an Öltröpfchen, daher der Name „Ölkäfer“. Der Hauptwirkstoff des Giftes ist Cantharidin und schützt den Ölkäfer vor Ameisen und Laufkäfern. Igel und viele Vögel sind aber gegen dieses Gift immun.

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