West-Nil-Virus in Lignano: Erster bestätigter Fall dort
In unserem Nachbarland Italien, genauer gesagt in Lignano, wurde ein Anrainer von einer Gelse mit dem West-Nil-Virus infiziert. Es wurde im Umkreis von 200 Metern desinfiziert.
Wie heute bekannt wurde, ist der erste Fall mit einem West-Nil-Virus in dem beliebten Ferienziel Lignano bestätigt worden. Ein Einheimischer soll sich durch eine Gelse damit angesteckt haben, berichtet die Kleine Zeitung.
Einheimischer infiziert
Generell wurde heuer schon im Frühling in beliebten Touristenzonen in Lignano Gift gesprüht, um eben das Risiko von Übertragungen des West-Nil-Virus durch Gelsen möglichst gering zu halten. Jetzt wurde aber dennoch eine Infektion mit dem Virus bei einem Einheimischen bekannt gegeben. Er wohnt in Lignano Pineta.
Symptome beim West-Nil-Virus
80 % der Infektionen mit dem West-Nil-Virus verlaufen asymptomatisch, bei 20 % der Infizierten zeigt sich eine grippeähnliche Erkrankung mit plötzlichem, hohem Fieber (= leichtes West-Nil-Fieber), Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Symptomen, eventuell Schnupfensymptomen, Lymphknotenschwellungen und Hautflecken. Die Inkubationszeit beträgt 2-8 Tage. Innerhalb von 7-10 Tagen erfolgt meist ein Abklingen der wichtigsten Symptome.
In Einzelfällen (bei 0,7 %) kommt es zur West-Nil-Meningitis oder -Enzephalitis. Neuroinvasive Störungen mit Bewusstseinstrübung, Koordinationsstörungen, Schluckbeschwerden, extreme Müdigkeit und Schwindel kombiniert mit Verhaltens- und Persönlichkeitsänderungen sind typische Anzeichen. Hepatitis, Myokarditis, Nephritis, Pankreatitis und Splenomegalie gekoppelt mit einer langen Rekonvaleszenz sind die Folge. Immunschwache Patienten und Personen über 50 Jahre haben ein höheres Risiko, die schwere Form der Krankheit zu entwickeln. (Quelle sozialministerium.at)