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Bild auf 5min.at zeigt zwei Personen beim Fallschirmspringen.
Jollydays ist pleite.

Jollydays-Insolvenz: Erlebnisanbieter steht vor unsicherer Zukunft

"Jollydays" ist vielen wahrscheinlich aus der Werbung ein Begriff. Selbst betitelt sich das Unternehmen als der "Erlebnisanbieter Nr. 1". Nun ist das Unternehmen insolvent.

von Sabrina Tischler Sabrina Tischler Online Redaktion 5 Minuten
2 Minuten Lesezeit(418 Wörter)
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Schon die Nachricht auf der Website der Jollydays GmbH lässt erahnen, wie es finanziell um das Unternehmen steht. „Serviceunterbrechung: Aktuell ist nur die Einlösung von Gutscheinen möglich“, heißt es. Am späten Freitagnachmittag dann die Nachricht vom Kreditorenschutzverband KSV 1870: „Die Jollydays GmbH ist insolvent. Ein Konkursverfahren am Handelsgericht Wien wurde eröffnet.“

Passiva in Millionenhöhe

Laut KSV1870 belaufen sich die Passiva auf rund 8,6 Millionen Euro, die Aktiva hingegen auf rund 100.000 Euro. Betroffen von der Insolvenz seien 10 Mitarbeiter und rund 430 Gläubiger. „Jollydays“ befasst sich mit der Vermittlung und Durchführung von Erlebnisaktivitäten in ganz Österreich und ist auch in Deutschland und der Schweiz aktiv. „Die Abwicklung erfolgt durch den Verkauf von Gutscheinen, welche bei den unterschiedlichen Partnern eingelöst werden können. Der Verkauf der Gutscheine erfolgt einerseits über die Internetplattform und andererseits über den Verkauf in den Filialen der Retail-Partner. Die Schuldnerfirma ist sowohl Vermittlerin von Gutscheinen als auch Veranstalter von Events“, führt der KSV 1870 aus.

Auch Technik-Unternehmen betroffen

Neben der Jollydays GmbH ist auch die Jollytec GmbH insolvent. Dabei handelt es sich um eine Schwestergesellschaft, die die Internetplattform von „Jollydays“ entwickelt hat und diese auch betreibt. „Von dieser Insolvenz sind drei Dienstnehmer, fünf Gläubiger mit Passiva von rund 700.000 Euro betroffen“, heißt es. Das Konkursverfahren wurde ebenso am Handelsgericht Wien eröffnet.

Investoren sprangen kurzfristig ab

Wie kam es nun zur Insolvenz? In der Aussendung heißt es: „Wie der KSV1870 erfahren hat, ist das Hauptumsatzgeschäft zur Weihnachtszeit 2023 den Erwartungen entsprechend verlaufen. Im Frühjahr 2024 waren jedoch sowohl die Verkäufe über die Internetplattform als auch über die Retail-Partner deutlich rückläufig und blieben die Umsätze seit Jahresbeginn 2024 unter den Erwartungen.“ Die Jollydays GmbH führte auch verschiedenste Maßnahmen durch, um Kosten einzusparen – unter anderem wurden Dienstnehmer abgebaut. Gespräche mit Investoren seien laut KV 1870 überraschend kurz vor Abschluss gescheitert.

Wie geht es weiter?

Angaben des KSV 1870 zufolge, dürfte Jollydays im Insolvenzantrag verlautet haben, dass noch offene Kundenaufträge und eine funktionierende Plattform bestehe. Daher rührt auch die Information auf der Website, dass derzeit nur Gutscheine eingelöst, aber nicht gekauft werden können. Eine Unternehmensfortführung sei aber nur bei konkretem Interesse eines potentiellen Käufers möglich. „Der Insolvenzverwalter wird nunmehr über eine Fortführung oder Schließung des Unternehmens zu entscheiden haben. Ob allenfalls doch ein Investor gefunden werden kann, werden die nächsten Wochen zeigen“, so Brigitte Dostal vom KSV1870.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 16.08.2024 um 17:36 Uhr aktualisiert
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