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/ ©Almdorf Seinerzeit
Das Foto auf 5min.at zeigt das Almdorf Seinerzeit.
Die jetzt insolvente AG war Betreiberin des Kärtntner Luxus-Resorts Almdorf Seinerzeit in den Nockbergen. Nun steht es online zum Verkauf.

Almdorf Seinerzeit steht um 10,6 Millionen Euro zum Verkauf

Die Luxusanlage in den Nockbergen in Kärnten ist seit April 2024 zahlungsunfähig. Sanierungsplan muss nochmals perfektioniert werden oder es wird verkauft. Verkaufspreis beträgt 10,6 Millionen Euro.

von Yvonne Schmid-Berger
2 Minuten Lesezeit(341 Wörter)
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Über 160 Gläubiger fordern mehr als 25 Millionen Euro. Der Betrieb in Pattergassen (Feldkirchen in Kärnten) ist seitdem geschlossen, in den letzten Monaten herrschte ein Notbetrieb mit zwei Mitarbeitern. Kärntner Medien berichten im Juni sogar von einer möglichen Eröffnung im Herbst. Wie geht es nun mit dem Almdorf Seinerzeit weiter? „Vonseiten der Insolvenzverwaltung ist keine Eröffnung im Herbst angedacht“, stellt Herbert Felsberger klar, „im Moment laufen intensive Gespräche mit Investoren.“

Sanierung wird weiterhin angestrebt

Am Landesgericht ist im Juni über die Zukunft des insolventen Almdorfes „Seinerzeit“ verhandelt worden. Die Hoffnung liegt seither auf den Sanierungsplan mit einer 20-Prozent-Quote. Dafür bräuchte es auch einen Investor, der die Sanierungsquote gewährleistet, Geld für nötige Sanierungsarbeiten und die Mehrheit der Aktien in die Hände nimmt. Ende August sollte es dazu Neuigkeiten geben. Auf Nachfrage heißt es: „Der aktuelle Sanierungsplan würde nicht positiv in den nächsten zwei Jahren arbeiten.“

Entscheidung im Oktober?

„Nun sind noch zwei Möglichkeiten offen. Durch die Perfektionierung des Sanierungsplanes bis Mitte September hat die Schuldnerin aktuell noch die Möglichkeit, das Insolvenzverfahren abzuwenden. Die Verhandlung ist am 15. Oktober. Sollte eine Perfektionierung des Sanierungsplanes gelingen, kommt es zu keiner Veräußerung durch den Insolvenzverwalter“, bringt es Felsberger auf den Punkt.

Das Foto auf 5min.at zeigt das Almdorf Seinerzeit.
©Almdorf Seinerzeit
Inzwischen ist das Areal auf zwei Chaletdörfer bestehend aus insgesamt über 50 Almhütten, Jagdhäusern, einem Gutshaus, Tiefgarage und Chalets angewachsen. Auch mehrere Restaurants, Wellness- und Spa-Bereiche gehören dazu.

Verkaufspreis liegt bei 10,6 Millionen Euro

Variante zwei: Gelingt keine Perfektionierung des Sanierungsplanes, kommt es zu einer Veräußerung der Liegenschaft durch den Insolvenzverwalter. „Zur Veräußerung gelangen die im Eigentum der Schuldnerin stehenden Liegenschaften samt den darauf errichteten zwei Chaletdörfern Fellacher und Kleeangerle“. Dazu wird auch der Gutshof samt Tiefgarage verkauft. Das gesamte Grundstück umfasst 39.441 Quadratmeter. Der Wert für die gesamte Liegenschaft wurde mit über 10,6 Mio. Euro beziffert. Verkauft werden übrigens aktuell keine einzelnen Hütten, wird präzisiert. Gelingt keine Perfektionierung des Sanierungsplanes, kommt es zu einer Veräußerung der Liegenschaft durch den Insolvenzverwalter. „Die Bekanntmachung ist jetzt schon online (in Absprache mit der Schuldnerin), um bereits mögliche Interessenten zu werben.“

Auf einen Blick

  • Der Insolvenzverwalter hat das Almdorf Seinerzeit während des Sanierungsverfahrens geschlossen
  • Über 160 Gläubiger fordern mehr als 25 Millionen Euro
  • 1994 wurde die Almdorf Seinerzeit AG gegründet und verfügte schlussendlich über 50 Hütten
  • Als Insolvenz-Ursachen nennt die Schuldnerin hauptsächlich die Pandemie
  • 33 Mitarbeiter sind davon betroffen
Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 06.09.2024 um 13:23 Uhr aktualisiert
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