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Einwegpfand startet 2025: 25 Cent Pfand auf Flaschen und Dosen.

Einwegpfandsystem ab 2025: Das ändert sich für Flaschen und Dosen

In drei Monaten kommt das Einwegpfandsystem in Österreich. Das Pfandsystem soll den Recyclingkreislauf stärken und EU-Vorgaben erfüllen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

von Eva Taumberger Ein Bild auf 5min.at zeigt die Online-Redakteurin Eva Taumberger.
2 Minuten Lesezeit(402 Wörter)
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Ab 2025 gilt in Österreich das neue Einwegpfand auf Alu-Dosen und Plastikflaschen. Zuständig für die Umsetzung der entsprechenden Bundesverordnung ist die „EWP Recycling Pfand Österreich“, laut der die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren laufen. Inzwischen sei „fast das gesamte Handelsnetz Österreichs“ mit Pfandautomaten ausgerüstet, kündigte Geschäftsführer Simon Parth bei einer Pressekonferenz am Dienstag an.

25 Cent Pfand für Plastik und Alu: Wer zahlt und wer ausgenommen ist

Je 25 Cent wird das Pfand für geschlossene Getränkeverpackungen aus Kunststoff oder Metall mit bis zu drei Litern Inhalt kosten – ausgenommen Milch- und medizinische Produkte. Auch auf Sirup fällt kein Pfand an, weil solches noch nicht trinkfertig ist. Automaten sollen alle Flaschen und Dosen im Umlauf zurücknehmen können. Bei manuellen Rückgaben aber müssen zurückgegebene Behälter dem Volumen und Packungsstoff des Kaufakts entsprechen – bietet ein Händler nur PET-Flaschen mit einem Liter an, muss er etwa keine Flaschen mit 0,5 Litern Inhalt oder Dosen annehmen.

Verpackungsdesigns passen sich an: Intensive Gespräche mit Produzenten

Auch mit den Produzenten ist man laut Parth im „intensiven Austausch“, um rechtzeitig die Verpackungsdesigns an die Richtlinien anzupassen. Allerdings dürften zu Jahresbeginn weiterhin alte Flaschen und Dosen in den Regalen stehen, da recycelbare Gebinde gemäß der Verordnung erst ab 1. Jänner 2025 ausgeliefert werden. „Um hier den Konsumenten nicht zu sehr zu verunsichern, werden wir mit einer Informationskampagne im Jänner starten“, so Monika Fiala, ebenfalls Geschäftsführerin bei „EWP Recycling Pfand Österreich“. Getränkehersteller, -importeure und Rücknehmer müssen sich im EWP-Portal registrieren.

EU-Vorgaben und Pfandsystem: Österreich nimmt 90-Prozent-Ziel ernst

Zudem garantiere das Pfandsystem die Einhaltung von EU-Vorgaben, zeigte sich die Geschäftsführerin zuversichtlich. Ab nächstem Jahr etwa müssen Plastikflaschen zu mindestens 25 Prozent aus recyceltem Material bestehen. 2029 müssen EU-Staaten außerdem ein Sammelziel von 90 Prozent erreichen. „Wir haben diese 90 Prozent schon 2027 in unserer Verordnung verankert“, so Fiala.

2,2 Milliarden Flaschen und Dosen: Der Kreislaufwirtschaft entgegen

Die Abwicklungsstelle erwartet eine Kreislaufwirtschaft mit jährlich 2,2 Milliarden Flaschen und Dosen. Von diesen würden „zwei Milliarden über die Automaten im Lebensmitteleinzelhandel wieder zurückgenommen werden“, sagt Parth. Bestehende Lieferlogistiken der Unternehmen sollen die Gebinde der Automaten in Handelslager bringen, wo sie gepresst werden und in Sortierlager weitertransportiert werden sollen. Aktuell befänden sich Sortieranlagen noch im Bau und für 2025 seien Übergangsanlagen beauftragt. (APA/red. 24. 9. 2024)

Wirst du Flaschen und Dosen künftig über den Pfandautomaten zurückgeben?

Ja, auf jeden Fall!
Vielleicht, je nach Aufwand.
Nein, eher nicht.

Die wichtigsten Fragen zusammengefasst:

Das Einwegpfandsystem ist eine Regelung, bei der Verbraucher für Getränkeflaschen und Dosen aus Plastik und Aluminium beim Kauf einen Pfandbetrag zahlen, den sie bei Rückgabe der Verpackungen zurückerhalten.

Das Einwegpfandsystem wird in Österreich ab dem 1. Januar 2025 eingeführt.

Pfandpflichtig sind Kunststoff- und Aluminiumverpackungen mit bis zu drei Litern Inhalt. Ausgenommen sind Milchprodukte, medizinische Produkte und Sirup.

Der Pfandbetrag beträgt 25 Cent pro Verpackung.

Verbraucher können die leeren Flaschen und Dosen an Rückgabeautomaten in Supermärkten oder manuell beim Händler zurückgeben.

Nein, du kannst die Flaschen und Dosen überall dort zurückgeben, wo Rücknahmeautomaten zur Verfügung stehen oder Händler die entsprechenden Verpackungen verkaufen.

Das Pfandsystem soll die Recyclingquote erhöhen und den EU-Vorgaben entsprechen. Ziel ist es, 90 Prozent der Einwegverpackungen zu sammeln und Plastikflaschen aus mindestens 25 Prozent recyceltem Material herzustellen.

Bis 2029 sollen 90 Prozent aller Einwegflaschen und -dosen recycelt werden. Österreich hat dieses Ziel bereits bis 2027 festgelegt.

Die zurückgegebenen Flaschen und Dosen werden in Sortieranlagen verarbeitet und gelangen zurück in den Recyclingkreislauf.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 24.09.2024 um 16:36 Uhr aktualisiert
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