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/ ©MUL/Tauderer
Bild auf 5min.at zeigt das Weltklimaspiel der Montanuni Leoben
Im Rahmen eines dreitägigen Spieles konnten die Teilnehmer einen einzigartigen Einblick in die global vernetzten Systeme der Welt bis ins Jahr 2100 gewinnen.

Zukunft gestalten: Weltklimaspiel simuliert Klimawandel bis ins Jahr 2100

Das Weltklimaspiel an der Montanuniversität Leoben vermittelt den Teilnehmenden die komplexen Wechselwirkungen des Klimawandels. Durch verschiedene Spiele werden globale Herausforderungen bis ins Jahr 2100 simuliert.

von Leonie Höllwarth Logo 5 Minuten
2 Minuten Lesezeit(424 Wörter)
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Erstmals fand an der Montanuniversität Leoben das innovative „Weltklimaspiel“ statt. Vom 23. bis 25. September übernahmen Schüler, Studierende und Lehrende die Rollen von Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft und setzten sich spielerisch mit den komplexen Wechselwirkungen der globalen Klimakrise auseinander. Diese zukunftsweisende Initiative kombiniert eine wissenschaftlich fundierte Klima- und Wirtschaftssimulation mit einer interaktiven App und einem Brettspiel, um den Teilnehmenden die Herausforderungen des Klimawandels praxisnah und greifbar zu machen.

Ein einzigartiger Einblick in die Welt bis ins Jahr 2100

Das neue Studienzentrum der Montanuniversität bot den idealen Rahmen für dieses dreitägige Planspiel, das einen einzigartigen Einblick in die global vernetzten Systeme der Welt bis ins Jahr 2100 ermöglicht. In mehreren Runden mussten die Teilnehmenden strategische Entscheidungen treffen, um wirtschaftliche Stabilität zu sichern, soziale Gerechtigkeit zu fördern und gleichzeitig die drohenden Folgen des Klimawandels abzuwenden.

Teil der Lösung werden

„Mit dem Weltklimaspiel schärfen wir das Bewusstsein für die enormen Herausforderungen des Klimawandels und ermutigen dazu, Teil der Lösung zu werden“, betont Thomas Prohaska, Vizerektor für Lehre der Montanuniversität. „Unsere Universität bietet den optimalen Rahmen, um sich mit diesen Themen wissenschaftlich fundiert auseinanderzusetzen.“ Ein zentrales Element des Spiels sei eine eigens entwickelte App, über die die Spieler etwa Rohstoffe und Produkte handeln, nachhaltige Fabriken und Städte errichten, alternative Energiequellen erschließen oder in grüne Technologien investieren können. „Runde für Runde verdeutlichen wir die Auswirkungen dieser Entscheidungen auf Klima, Wirtschaft und Gesellschaft“, erklären der Initiator an der Montanuniversität Thomas Ruh und Spielleiter Thomas Weber.

Komplexe wissenschaftliche Fakten sollen verständlich vermittelt werden

Die Reaktionen der Teilnehmenden zeigten die Begeisterung für das innovative Konzept. „Die App ist hervorragend, weil sie uns direkt die Konsequenzen unseres Handelns zeigt“, berichtet ein Student an der Montanuniversität. Seine Kommilitonin, ergänzt: „Durch das Zusammenspiel von App und Brettspiel wird das Ganze noch greifbarer.“ Ein Schüler des BORG Kapfenberg, fügt hinzu: „Man muss ständig abwägen, wie man die App-Daten interpretiert und zugleich das Brett im Auge behält. Und Vereinbarungen mit anderen Spielern außerhalb der App können den Verlauf enorm beeinflussen.“ Raffael Rameshan, Senior Scientist am Lehrstuhl für Physikalische Chemie, hebt die wissenschaftliche Tiefe des Spiels hervor: „Die Entwickler haben es geschafft, komplexe wissenschaftliche Fakten verständlich und ansprechend zu vermitteln. Das Spiel ist sowohl für Jugendliche als auch Erwachsene geeignet.“ Es ist geplant, das Weltklimaspiel zukünftig mit verschiedenen Zielgruppen der Montanuniversität durchzuführen.

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