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Strom wird in Österreich ab 2025 für viele Personen wohl teils deutlich teurer werden.

Strom wird teurer: Österreicher müssen tiefer in die Tasche greifen

Gleich aus mehreren Gründen wird der Strom ab dem kommenden Jahr in Österreich teurer werden. Mit Ende des Jahres läuft nämlich die Strompreisbremse ab, ab Jänner kann man zusätzlich mit höheren Stromnetzentgelten rechnen.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
3 Minuten Lesezeit(618 Wörter)
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Keine drei Monate mehr, dann ist das Jahr 2024 „schon wieder“ vorbei. Mit dem Jahreswechsel gehen einerseits Erhöhungen in vielen Bereichen einher. Mehr dazu hier: Mehr Geld für diese Personen: Diese Erhöhungen kommen 2025. Andererseits wird man aber auch für einige Sachen tiefer in die Tasche greifen müssen. Darunter fallen unter anderem Medikamente auf Rezept und eben auch der Strom.

Strom aktuell in Österreich noch „gedeckelt“

Während Strom derzeit in Österreich nämlich noch gedeckelt ist, läuft diese Deckelung – die Rede ist von der Strompreisbremse – mit Ende des Jahres aus. Bereits jetzt – genauer gesagt seit Juli – ist es schon so, dass „nur noch“ 15 statt wie anfangs 30 Cent vom Staat pro Kilowattstunde übernommen werden. Personen, die in Österreich leben und mehr als 25 Cent pro Kilowattstunde für ihren Stromvertrag bezahlen, müssen zusätzlich zu den zehn Cent, die sie sowieso schon zahlen müssen, auch noch alles darüber hinaus blechen.

Wie teuer ist dein Stromtarif?

Unter 10 Cent pro Kilowattstunde
Zwischen 10 und 20 Cent pro Kilowattstunde
Zwischen 20 und 30 Cent pro Kilowattstunde
Zwischen 30 und 40 Cent pro Kilowattstunde
Über 40 Cent pro Kilowattstunde

Ab wann ist Schluss mit der Strompreisbremse?

Ab Jänner ist damit dann endgültig Schluss – sofern nicht doch noch eine weitere Verlängerung der Strompreisbremse kommt. Dann müssen alle Österreicher ihre Stromverträge wieder voll und ganz selbst begleichen. Liegen diese höher als zehn Cent pro Kilowattstunde, heißt das, dass der Strom für ebenjene Personen dann auch teurer wird. Aktuell übernimmt der Staat die Strompreise ja noch ab einem Preis von zehn Cent und bis maximal 25 Cent pro Kilowattstunde. Alles darunter und darüber muss man selbst zahlen.

„Aus heutiger Sicht ist mit steigenden Stromnetzentgelten zu rechnen“

Doch damit nicht genug, werden wohl auch die Stromnetzentgelte 2025 wieder ansteigen, wie es seitens der „E-Control“ auf Nachfrage von 5 Minuten heißt. „Aus heutiger Sicht ist mit steigenden Stromnetzentgelten für das Jahr 2025 zu rechnen“, meint dazu etwa Alfons Haber, Vorstand der „E-Control“. Allerdings würden die Zahlen noch nicht vorliegen und erst am Ende des Jahres dann tatsächlich feststehen. In zwei Wochen rechnet man jedoch mit einem „Konsulationsentwurf mit ersten Werten“.

Was sind Stromnetzentgelte?

Stromnetzentgelte müssen vom Nutzer des Stromnetzes an den Betreiber bezahlt werden. Damit sollen, wie Alfons Haber, Vorstand der „E-Control“, gegenüber 5 Minuten erklärt, den Netzbetreibern allfällige Kosten für Erhalt und Ausbau der Stromnetze sowie für Betriebs- und Personalkosten vergütet werden.

Netzentgelte bis vor wenigen Jahren noch nach unten gegangen

Dabei seien die Netzentgelte bis vor wenigen Jahren kontinuierlich nach unten gegangen, weiß Haber weiter: „Diese Reduktionen wurden durch Einsparungen bei den Netzbetreibern – teilweise aufgrund strenger, regulatorischer Vorgaben und gleichbleibender Investitionstätigkeiten – sowie durch Mengensteigerungen, also höheren Stromverbrauch, erzielt.“

Wieso steigen die Stromnetzentgelte an?

Mittlerweile würden sie aber steigen, was mehrere Gründe habe: „Die Kosten für die Netzbetreiber steigen aufgrund von Investitionen in den Netzausbau, insbesondere um erneuerbare Energien in das Netz zu integrieren. Auch die steigenden Kosten für den Betrieb oder die Materialbeschaffung in Zusammenhang mit der hohen Inflation der letzten Jahre zählen dazu“, so Haber gegenüber 5 Minuten. Ebenfalls einen starken Effekt würden dann noch Mengenrückgänge haben, „die einerseits auf gestiegene Eigenversorgung und auf Einsparungen beim Energieverbrauch zurückgeführt werden können“.

Wie werden die Stromnetzentgelte in Österreich berechnet?

„Um die Höhe der Netzentgelte feststellen zu können, melden die Netzbetreiber alle ihre Aufwände für die Stromnetze. Das beinhaltet auch Neuerschließungen, Wartungen und Instandsetzungen, aber auch die Verbrauchserfassung, die Verwaltung und vor allem den Betrieb“, erklärt Haber. Für den Erhalt und Ausbau der Stromnetze müsse der Betreiber investieren und hat zusätzlich Betriebs- und Personalkosten. „Per Gesetz hat er Anspruch darauf, dass ihm diese Kosten und eine entsprechende Verzinsung durch die Netzentgelte vergütet werden. Die E-Control überprüft, ob die Kosten angemessen und korrekt sind“, so Haber. Anschließend berechnet man bei der „E-Control“ für jeden Netzbereich das neue Entgelt. Die Stromnetzentgelte ändern sich im Regelfall nur mit Jahresumbruch.

Häufig gestellte Fragen

„Die Strompreisbremse ist ein wichtiges Instrument“, erklärt dazu etwa die Arbeiterkammer. Durch die Strompreisbremse sollen Haushalte dabei unterstützt werden, die hohen Energiekosten berappen zu können. Sie macht seit Juli 2024 insgesamt 15 Cent pro Kilowattstunde aus. Sie dient dazu, die österreichischen Haushalte bei der Bewältigung der Energiekrise und der damit einhergehenden, drastischen Steigerung der Strompreise zu unterstützen.

Aktuell zahlt der Staat bis zu 15 Cent pro Kilowattstunde bei den Stromkosten der Österreicher mit. Die ersten zehn Cent pro Kilowattstunde muss man selbst zahlen, danach übernimmt der Staat bis maximal 25 Cent die Stromrechnung. Ist diese höher, muss man danach wieder selbst für den Strom blechen. Diese 15 Cent übernimmt der Staat bis zu einem jährlichen Verbrauch von 2.900 Kilowattstunden.

Die Strompreisbremse wurde von Ende Juni 2024 auf Ende Dezember 2024 verlängert. Aus heutiger Sicht ist dann aber Schluss mit der staatlichen Deckelung der Strompreise in Österreich.

Wie die „E-Control“ auf Nachfrage von 5 Minuten bestätigt, wird es wohl auch 2025 „aus heutiger Sicht“ zu einem Anstieg der Stromnetzentgelte kommen.

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