KikaLeiner ist pleite: „Haben alles Menschenmögliche unternommen“
KikaLeiner stellt erneut einen Insolvenzantrag. Die Standorte in ganz Österreich stehen vor einer ungewissen Zukunft.
2023 meldete kikaLeiner Insolvenz an. Was folgten waren eine Schließung-Welle der Standorte und zahlreiche Schlagzeilen. Insgesamt waren 23 Standorte in ganz Österreich von der Insolvenz betroffen. Erst kürzlich wurden hunderte Stellen gestrichen. Mehr dazu in: Massiver Personalabbau bei kikaLeiner: 500 Stellen gestrichen. Unter anderem in der Steiermark kam es zur Versteigerung des Inventars.
„Haben alles Menschenmögliche unternommen“
Doch nun folgt die nächste Hiobsbotschaft. KikaLeiner hat heute, den 12. November 2024, den Insolvenzantrag gestellt. Im derzeitigen Umfeld sei eine Sanierung nicht möglich, heißt es in einer Aussendung von kikaLeiner. „Das Management von kikaLeiner hat alles Menschenmögliche unternommen, um den Fortbestand des Unternehmens zu ermöglichen, aber unter den derzeitigen Rahmenbedingungen war die Sanierung des schwer angeschlagenen Möbelhauses leider nicht möglich.“ Das eigene Insolvenzverfahren, die SIGNA-Pleite, die anhaltende Rezession und die Kostensteigerungen seit der Übernahme seien die Gründe für das Scheitern der Sanierung.
KikaLeiner schlittert erneut in Insolvenz
„Das Insolvenzverfahren im letzten Jahr hat die Marke kikaLeiner offenbar nachhaltig beschädigt, die SIGNA-Insolvenzen haben immer wieder zu Gerüchten und Kundenanfragen geführt, ob kikaLeiner davon auch betroffen ist und die allgemeine Kaufzurückhaltung über einen Zeitraum von mittlerweile rund zwei Jahren machten die Rettung von kikaLeiner zu einer nicht bewältigbaren Aufgabe. Die Kostensteigerungen in allen Bereichen, wie auch bei den letzten Kollektivvertragsverhandlungen haben die Gestaltungsspielräume des Unternehmens extrem eng gehalten“, heißt es weiter. Wie es nun mit kikaLeiner weitergeht, bleibt offen. Jetzt ist der Insolvenzverwalter am Zug – er trifft die Entscheidungen für die nähere Zukunft des Unternehmens.