Kika/Leiner Insolvenz: Was passiert mit den Gutscheinen?
Vor Kurzem stellte KikaLeiner erneut einen Insolvenzantrag. Nun folgt eine wichtige Info für alle Kunden.
Insgesamt waren 23 Standorte in ganz Österreich von der KikaLeiner-Insolvenz betroffen. Am vergangenen Dienstag, 12. November 2024, wurde der Insolvenzantrag gestellt. Aktuell sei eine Sanierung unmöglich, heißt es in einem offiziellen Statement von KikaLeiner. „Das Management hat alles Menschenmögliche unternommen, um den Fortbestand des Unternehmens zu ermöglichen“. Mehr dazu liest du in: KikaLeiner ist pleite: „Haben alles Menschenmögliche unternommen“.
Rabatt-Aktionen
Erst kürzlich wurden hunderte Stellen gestrichen. Unter anderem in der Steiermark kam es zur Versteigerung des Inventars. Nach dem Motto „alles muss raus“, findet aktuell auch eine große Rabattaktion statt. Besonders Markenküchen-Liebhaber kommen auf ihre Kosten. Bis zu minus 55 Prozent oder gratis Lieferung und Montage werden beispielsweise angeboten.
Kika/Leiner Insolvenz: Gutscheine verfallen
Am gestrigen Dienstag, 12. November 2024, wurde der Insolvenzantrag offiziell angekündigt. Dieser soll morgen, Donnerstag 14. November 2024, eingebracht und eröffnet werden. Das Verfahren rund um die KikaLeiner-Pleite wird somit ab Freitagmitternacht rechtskräftig. Aber warum ist diese Info ausgerechnet für Kunden relevant? All jene, die noch Gutscheine der Möbelhandelskette besitzen, sollten nun schnell sein. Wie Gläubigerschutzverbände mitteilen, werden Gutscheine nach der rechtskräftigen Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wohl nicht mehr angenommen.
„Versuchen, Gutscheine jetzt einzulösen“
„Wir würden Konsumenten raten, zu versuchen, Gutscheine jetzt einzulösen“, so Jurist Maximilian Eder vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) gegenüber der APA. Ob das Unternehmen vor der Verfahrenseröffnung die Gutscheine noch nimmt, sei nicht gesichert – „aber ein Versuch wäre es wert“, heißt es weiter. Danach könnten die Gutscheine nämlich nur noch als Gläubigerforderungen im Insolvenzverfahren angemeldet werden. Für die Anmeldung seien allerdings 25 Euro Gerichtsgebühr fällig.
Update – Kunden berichten: „Gutscheine werden nicht mehr angenommen“
Wie es aussieht, nimmt das Unternehmen keine Gutscheine mehr an. Dies berichten zumindest zahlreiche 5 Minuten Leser, die ihr „Glück“ bereits versucht haben. „Wir waren heute extra bei Kika/Leiner um unsere Gutscheine bzw. Treuepunkte einzulösen. Uns wurde gesagt die dürfen keine Gutscheine annehmen und die Punkte dürfen auch nicht eingelöst werden“, berichtet zum Beispiel eine Kundin.