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/ ©Montage: Canva
Bild auf 5min.at zeigt eine Steckdose und einen Geldschein.
Die Kosten für Strom werden ab Jänner 2025 in Österreich größtenteils wohl wieder etwas stärker ansteigen. Grund sind steigende Stromnetzentgelte und das Ende der Strompreisbremse.

Strom wird in Österreich teurer: Wo die Preise am stärksten steigen

Wie schon im Vorjahr steigen auch 2025 die Netzgebühren und damit die Strompreise wieder teils deutlich an. Doch das ist nicht der einzige Grund, weshalb Strom in Österreich teurer werden könnte.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
2 Minuten Lesezeit(453 Wörter)
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Neben den Netzkosten, die nach 2024 wohl auch 2025 wieder teils deutlich steigen werden, wird nämlich auch die Strompreisbremse mit Jahresende enden. Während aktuell noch 15 Cent vom Staat ab einem Strompreis von zehn Cent pro Kilowattstunde übernommen werden, wird der Preis ab Jänner vom Staat dann nicht mehr gedeckelt. Aber alles nach der Reihe.

Wo steigen die Netzkosten in Österreich 2025 am stärksten an?

Wie aus einem vorläufigen Verordnungsentwurf der für die Netzkosten zuständigen „E-Control“ nun hervorgeht, steigen die Stromnetzentgelte 2025 um bis zu 32,5 Prozent. Den stärksten Anstieg haben dabei prozentual Niederösterreich und Wien mit jeweils über 30 Prozent und knapp 100 Euro pro Jahr. Bei den Kosten hat die Steiermark mit etwas über 102 Euro jährlichem Anstieg aber die Nase noch knapp vorne (29 Prozent Anstieg). Besonders kurios: Während die Stromnetzentgelte in der Steiermark am stärksten steigen, werden sie in Graz aller Voraussicht nach sogar sinken – um 4,6 Prozent oder knapp 15 Euro pro Jahr.

Wo steigen die Netzkosten in Österreich 2025 am wenigsten an?

Den geringsten Anstieg verzeichnen auf Bundesländerebene Vorarlberg (19 Prozent), Kärnten (14,7 Prozent), Salzburg (13,6 Prozent) und Tirol (8,3 Prozent). In Kärnten bedeutet das aber einen geringen Anstieg auf hohem Niveau. Die Stromnetzkosten werden 2025 mit 11,77 Cent pro Kilowattstunde am höchsten in ganz Österreich sein. Im Österreich-Schnitt steigen die Preise übrigens voraussichtlich um 23,1 Prozent an – auf 9,28 Cent pro Kilowattstunde.

Wie teuer ist dein Stromtarif?

Unter 10 Cent pro Kilowattstunde
Zwischen 10 und 20 Cent pro Kilowattstunde
Zwischen 20 und 30 Cent pro Kilowattstunde
Zwischen 30 und 40 Cent pro Kilowattstunde
Über 40 Cent pro Kilowattstunde

Wieso steigen die Stromnetzentgelte überhaupt an?

„Um die Höhe der Netzentgelte feststellen zu können, melden die Netzbetreiber alle ihre Aufwände für die Stromnetze. Das beinhaltet auch Neuerschließungen, Wartungen und Instandsetzungen, aber auch die Verbrauchserfassung, die Verwaltung und vor allem den Betrieb“, erklärt Alfons Haber, Vorstand der „E-Control“, gegenüber 5 Minuten. Der Betreiber habe Investitionen für Erhalt und Ausbau der Stromnetze zu tätigen und würde diese dann eben an den Endverbraucher „weitergeben“. „Per Gesetz hat er Anspruch darauf, dass ihm diese Kosten und eine entsprechende Verzinsung durch die Netzentgelte vergütet werden. Die E-Control überprüft, ob die Kosten angemessen und korrekt sind“, so Haber.

Was sind Stromnetzentgelte überhaupt?

Stromnetzentgelte müssen vom Nutzer des Stromnetzes an den Betreiber bezahlt werden. Damit sollen, wie Alfons Haber, Vorstand der „E-Control“, gegenüber 5 Minuten erklärt, den Netzbetreibern allfällige Kosten für Erhalt und Ausbau der Stromnetze sowie für Betriebs- und Personalkosten vergütet werden.

Strompreisbremse endet mit Jahresende

Doch die steigenden Stromnetzentgelte sind nicht der einzige Grund, weshalb es sein könnte, dass die Strompreise in Österreich im kommenden Jahr steigen. Wie bereits erwähnt könnte auch das Ende der Strompreisbremse für so manchen Österreicher zu Mehrkosten führen. Bezahlt man nämlich mehr als zehn Cent in seinem Stromtarif, wird man ab Jänner die Kosten über diesen zehn Cent – die bisher noch der Staat übernimmt – selbst begleichen. Ein Anbieterwechsel könnte sich dementsprechend vielleicht lohnen. Mehr dazu hier: Strom ab Jänner teurer: Wer jetzt noch den Anbieter wechseln sollte.

Häufig gestellte Fragen

„Die Strompreisbremse ist ein wichtiges Instrument“, erklärt dazu etwa die Arbeiterkammer. Sie dient vor allem dazu, um österreichische Haushalte bei der Bewältigung der Energiekrise und den damit einhergehend drastisch angestiegenen Strompreisen zu unterstützen.

Bis Juli 2024 hat der Staat in Form der Strompreisbremse noch 30 Cent der Stromkosten der Österreicher pro Kilowattstunde übernommen. Ab zehn Cent bis 40 Cent pro Kilowattstunde wurden österreichische Haushalte dabei entlastet. Ab Juli 2024 wurden diese 30 Cent dann auf 15 Cent halbiert, mit Jahresende 2024 endet die Strompreisbremse dann gänzlich.

Die Strompreisbremse gibt es in Österreich noch bis Ende 2024. Ab Jänner 2025 zahlt der Staat (Stand 18. November 2024) zum Strompreis nichts mehr dazu.

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