„Horrorszenario“: FPÖ befürchtet steigende Strompreise durch Windräder
Die Windkraft sorgt in Kärnten weiterhin für Aufregung. Während sich Sozialpartner sich für einen "nachhaltigen Energiemix" einsetzen, äußert die FPÖ Unverständnis ob der getätigten Aussagen.
Zu einem „nachhaltigen Energiemix“ gehöre auch die Windkraft, „die in Kärnten zum Spielball politischer Interessen zu werden droht“, heißt es in einem Pressegespräch der Sozialpartner in Kärnten, darunter Arbeiterkammer, ÖGB, Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung – wir haben berichtet. Grund für dieses Pressegespräch war übrigens die am 12. Jänner stattfindende „Windräder-Volksbefragung“.
FPÖ: „Vertreten offensichtlich Interessen von internationalen Energiekonzernen“
Mit Unverständnis, ob der jüngsten Aussagen von WK-Präsident Jürgen Mandl, reagierte heute Kärntens FPÖ-Chef Klubobmann Erwin Angerer: „Dass sich die Sozialpartner – allen voran die Wirtschaftskammer – für Windräder auf Kärntens Almen aussprechen, zeigt, dass sie offensichtlich die Interessen von internationalen Energiekonzernen und Hedgefonds vertreten, anstatt für die Interessen der Bürger Kärntens einzutreten und sich um einen günstigen Strompreis zu bemühen.“
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Angerer verärgert über Aussagen der Sozialpartner
Diese würden, so Angerer, die Strompreise „weiter nach oben treiben“. Grund seien laut ihm die hohen Systemkosten, „die aufgrund von Netzausgleich, Netzausbau und teuren Back-Up-Kraftwerken entstehen“. In der Aussendung der FPÖ zeigt sich Angerer zudem verärgert darüber, dass, wie er findet, seitens der Sozialpartner „scheinbar kein Interesse besteht, über das Thema „Windräder auf Kärntens Bergen“ ehrlich zu diskutieren“. Der Kärntner FPÖ-Chef äußert auch die Sorge, dass durch den Windkraft-Ausbau auf Kärntens Bergen die Naturlandschaft „unwiderruflich zerstört“ werde. Zudem würde auch die Aussicht auf über 200 Meter hohe Windräder „einem Horrorszenario“ gleichen.
Grüne: „Kärnten braucht die Energiewende“
Die Grünen sind da naturgemäß anderer Ansicht. „Die Frage nach sicherer und günstiger Energie ist zentral für einen leistbaren und zukunftsreichen Lebensstandort und für einen attraktiven und modernen Wirtschafts- und Industriestandort. Kärnten braucht die Energiewende und einen nachhaltigen Energiemix, zu dem auch die Windkraft zählt, um als Standort im Rennen zu bleiben“, bekräftigt etwa Olga Voglauer, Nationalratsabgeordnete und Landessprecherin der Grünen Kärnten. Sie kritisiert zudem, dass diese „zentrale Zukunftsfrage für parteipolitische Stimmungsmache missbraucht“ werde.
Voglauer übt Kritik an Landesregierung
Kritik übt sie aber auch direkt an der Landesregierung. Diese würde der „Windkraft-Märchenstunde“ nichts in Form von fundiertem Informationsmaterial oder nachhaltigen, politischen Richtungsentscheidungen entgegensetzen. „Einfach den Kopf in den Sand zu stecken, abzuwarten und zu hoffen ist zu wenig und gefährdet die Zukunft unseres Landes“, nimmt Voglauer die Landesregierung in die Pflicht.