150.000 Österreichern rinnt Strom-Zuschuss durch die Finger
Der Stromkostenergänzungszuschuss wird noch bis 31. Dezember 2024 ausbezahlt. Derzeit sind noch Anträge von etwa 150.000 österreichischen Haushalten offen. Dabei ist die Antragstellung denkbar einfach.
Was viele nicht wissen: Die Stromkostenbremse besteht aus zwei Teilen. Neben dem allseits bekannten Stromkostenzuschuss gibt es auch den Stromkostenergänzungszuschuss. Dieser ist dazu da, um vor allem größere Haushalte zu entlasten. Berechtigt sind mehr als 700.000 Adressen in Österreich. Anträge können noch bis 31. Dezember 2024 gestellt werden. Bei einem überwiegenden Anteil – nämlich 60 Prozent der Fälle – konnte der Stromkostenergänzungszuschuss bereits automatisch berücksichtigt werden. Ausbezahlt wurden mit Stand Oktober 2024 in Summe schon 88,6 Millionen Euro. Und die Verarbeitung ist noch nicht mal abgeschlossen.
Anträge von 150.000 Haushalten noch offen
Vergütet wird der Zuschuss dann, wenn über einen Haushaltszählpunkt Strom für mehr als drei Personen bezogen wird. Es handelt sich um einen fixen Betrag, der zeitversetzt in drei Tranchen berücksichtigt wird und von etwa 150.000 österreichischen Haushalten noch nicht in Anspruch genommen wurde. Dabei ist die Antragsstellung denkbar einfach. Diese erfolgt nämlich online unter www.stromkostenzuschuss.gv.at. Ein entsprechendes Erinnerungsschreiben wurde vom Bundesministerium bereits ausgesandt. Entweder an die in FinanzOnline hinterlegte Mailadresse oder per Post.
Wie teuer ist dein Stromtarif?
Stromkosten explodieren zum Jahreswechsel
Wer schlau ist, sollte das ausnutzen, denn: Schon 2025 kommt ein erheblicher Stromkostenanstieg auf alle Haushalte zu, der bis zu 45 Prozent (!) betragen kann. Das liegt einerseits an der Erhöhung der Netzgebühren und Abgaben und andererseits am Auslaufen der Stromkostenbremse. „Wer im Laufe dieses Jahres nicht in einen günstigen Tarif gewechselt hat, wird den Wegfall der Stromkostenbremse im kommenden Jahr deutlich am Konto zu spüren bekommen“, erklärt zum Beispiel Stefan Spiegelhofer, Energieexperte beim Tarifvergleichsportal durchblicker. Auch die Netzkosten steigen mit Jänner teils deutlich an. Um wie viel, erfahrt ihr hier: Strom wird in Österreich teurer: Wo die Preise am stärksten steigen.
Häufig gestellte Fragen:
Der SKEZ ist ein (vom tatsächlichen Stromverbrauch unabhängiger) Fixbetrag, der für drei Tranchen auf eurer Jahres- bzw. Schlussabrechnung berücksichtigt wird. Er gilt für die vierte und jede weitere in einem Haushalt gemeldete Person.
- Tranche 1: Lief von 1. Dezember 2022 bis 30. Juni 2023 und betrug 61,25 Euro pro Person.
- Tranche 2: Lief von 1. Juli 2023 bis 31. Dezember 2023 und betrug 52,50 Euro pro Person.
- Tranche 3: Lief von 1. Jänner 2024 bis 30. Juni 2024 und betrug 52,50 Euro pro Person.
- Tranche 4: Läuft von 1. Juli 2024 bis 31. Dezember 2024 und beträgt 52,50 Euro pro Person.
Der Stromkostenergänzungszuschuss steht der Person zu, die aus einem Stromlieferungsvertrag für einen Haushaltszählpunkt zahlungspflichtig ist. Dabei müssen mehr als drei Personen an derselben Adresse zum jeweiligen Stichtag ihren Hauptwohnsitz haben. Ob diese Personen im gleichen Haushalt leben oder nicht, ist nicht maßgeblich.B
Die Antragstellung erfolgt digital unter www.stromkostenzuschuss.gv.at. Um einen Antrag zu stellen, benötigt ihr die Identifikations- und die Prüfnummer, die im Schreiben der Bundesregierung enthalten sind. Seid anspruchsberechtigt, habt aber weder eine E-Mail noch ein Infoschreiben per Brief erhalten, wendet euch an die Hotline des BMF unter +43 (0) 50 23 27 80.e
Anträge zum Stromkostenergänzungszuschuss sind innerhalb des gesamten Förderzeitraums, also bis zum 31. Dezember 2024, möglich.