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/ ©Montage: Canva
Eine Bildmontage auf 5min.at zeigt eine Frau beim Online-Shopping und einen Hacker, der auf seinen Bildschirm starrt.
Wenn ein Angebot zu schön klingt, um wahr zu sein, ist auch in am Black Friday Vorsicht geboten!

Black Friday: So tricksen Betrüger Schnäppchenjäger aus

Stark reduzierte Preise und unschlagbare Angebote: Längst ist der Black Friday auch in Österreich angekommen. Aber Achtung! Auch Betrüger nutzen den Aktionstag, um Schnäppchenjäger übers Ohr zu hauen.

von Tanja Janschitz Tanja Janschitz Onlineredaktion 5min.at
2 Minuten Lesezeit(311 Wörter)
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Erschreckende Bilanz: Fast ein Drittel der Österreicher wurde rund um den „Black Friday“ bereits mit Betrugsversuchen konfrontiert. Das zeigt eine repräsentative Studie des Österreichischen E-Commerce-Gütezeichens. Auch die Informationsplattform „Watchlist Internet“ ruft vorab nochmal ausdrücklich dazu auf, Angebote, Gewinnspiele und sogar ganze Online-Shops zu hinterfragen.

Wenn [etwas] zu gut klingt, um wahr zu sein, ist auch in der Schnäppchenzeit Vorsicht geboten!

Watchlist Internet

Vorsicht vor gefälschten Online-Shops

Laut dem Österreichischen Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT) nimmt das Problem mit sogenannten Fake-Shops immer weiter zu. Wie das Bundeskriminalamt berichtet, sind allein 2023 über 1.700 Anzeigen wegen Fake-Shops bekannt geworden. Unterscheiden könne man zwischen drei Varianten: Fake-Shops, die trotz Zahlung keine oder völlig falsche Ware liefern, Fake-Shops, die Markenfälschungen verkaufen oder Fake-Shops, die nur auf Daten aus sind. Oft sind die Webseiten hervorragend umgesetzt und kaum von den echten Online-Shops zu unterscheiden. Angeboten werden meist höherpreisige Produkte wie Technik, Einrichtungsgestände, Sportgeräte oder teures Werkzeug. Wenn ihr an einen solchen Shop Geld überweist, ist es in der Regel jedoch verloren. Betrugsopfern bleibt nur der Gang zur Polizei.

Symbolfoto zu einem Beitrag von 5min.at: Eine Frau hält ein Handy und eine Kreditkarte in der Hand
©Pexels / Karolina Grabowska
Auch beim Online-Shopping ist Vorsicht geboten. Nicht alle Webseiten sind seriös.

Auch Kriminelle verbreiten Gewinnspiele

Vorsicht ist auch bei Gewinnspielen geboten, welche aktuell vermehrt in den sozialen Medien im Umlauf sind. Denn nicht alle sind auch seriös. Cyberkriminelle erstellen zum Teil Fake-Profile bekannter Unternehmen und verbreiten in deren Namen Gewinnspiele. Diese werden oft auch über Anzeigen beworben. Aber auch echte Gewinnspiele missbrauchen die Betrüger zu ihren Gunsten. Sie kommentieren dort und gratulieren den Teilnehmenden zum Gewinn. In der Folge werden diese aufgefordert, einem Link zu folgen und sich zu registrieren. Die nachgeahmten Profile wirken oft glaubwürdig, da Name und Profilbild von echten Unternehmensprofilen gestohlen wurden. Das Problem bei der Sache: Nicht selten endet das Ganze in einer fiesen Abofalle, aus der man nur schwer wieder hinauskommt.

Was tun, wenn ich auf einen Betrug reingefallen bin?

In diesem Fall rät das Bundesministerium dazu, folgende Maßnahmen zu ergreifen:

    • Meldet den Vorfall eurem Bankinstitut und besprecht mit
      eurem Kundenbetreuer die notwendigen Maßnahmen, um einen finanziellen Schaden zu vermeiden.
    • Sollte es bereits zu unbefugten Zugriffen oder Überweisungen gekommen sein, solltet ihr bei einer Polizeidienststelle Strafanzeige erstatten.
    • Wenn ihr eine verlinkte Webseite oder einen enthaltenen Dateianhang geöffnet habt, solltet ihr euren PC, euer Tablet oder Smartphone auf Schadsoftware überprüfen.

Häufig gestellte Fragen

  • Wie wird bezahlt? Bewirbt der Shop zahlreiche Zahlungsmethoden, die euch Rückbuchungen ermöglichen würden, lässt beim Kauf aber nur Vorkasse oder Bitcoin-Zahlung zu, nehmt Abstand.
  • Impressum überprüft? Diese Fake-Shops sehen zwar echt aus, doch die Unternehmen dahinter existieren nicht oder die Impressumsdaten sind gestohlen. Überprüft daher die Angaben im Impressum auf Mängel. Existiert das Unternehmen? Sind die Daten von einer anderen Website gestohlen?
  • Preise realistisch? Eine weitere Frage, die ihr euch stellen solltet, ist, ob die Preise auf der Website realistisch sind. Preise weit unter jenen der Konkurrenz sind auch im Internet unrealistisch. Damit sollt ihr zu schnellen Käufen gelockt werden.
  • Erfahrungsberichte gelesen? Sucht nach Erfahrungsberichten. Womöglich gibt es bereits Opfer oder die Website ist so neu, dass noch niemand Bewertungen abgegeben hat. Auch dann ist Vorsicht geboten, denn Fake-Shops existieren meist nur kurz.
  • Viele sind zudem auch im Fake-Shop Detector gelistet.
  • Wenn ihr aufgefordert werdet, Geld zu überweisen oder Zahlungsdaten anzugeben, handelt es sich um Betrug.
  • Prüft das Profil, auf dem das Gewinnspiel angekündigt wird. Um herauszufinden, ob es sich um die echte Seite des Unternehmens handelt. Besucht die Webseite des Unternehmens. Dort sind in der Regel die Social-Media-Profile verlinkt.
  • Seid vorsichtig, wenn ihr in der Gewinnbenachrichtigung aufgefordert werden, einem Link zu folgen.
  • Gebt niemals leichtfertig eure Daten preis. Persönliche Daten sind für Kriminelle sehr wertvoll!
  • Habt ihr überhaupt an einem Gewinnspiel teilgenommen? Willkürliche Gewinnbenachrichtigungen sind immer betrügerisch.

In diesem Fall landet ihr wahrscheinlich auf einer gefälschten Webseite. Dort werden eure Daten abgefragt und in einem weiteren Schritt werdet ihr aufgefordert, einen kleinen Geldbetrag per Kreditkarte zu bezahlen. Angeblich müssen die Versandkosten für den Gewinn selbst bezahlt werden. Aber Achtung! Wer seine Daten eingibt, tappt in eine Abo-Falle. Kriminelle buchen dann Monat für Monat zwischen 50 und 90 Euro von eurer Kreditkarte ab.

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