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Das Bild auf 5min.at zeigt Kika-Leiner-Fahnen.
Nach der Insolvenz von kika/Leiner warten viele Kunden vergeblich auf ihre bestellten Möbel.

Kika/Leiner-Kunden in Sorge: Keine Lieferung trotz Bezahlung?

Die Insolvenz von kika/Leiner lässt viele Kunden in Österreich mit offenen Möbelbestellungen zurück. Wer bereits bezahlt hat, fragt sich, ob die bestellten Küchen noch geliefert werden – oder ob sie ihr Geld verlieren.

von Eva Taumberger Ein Bild auf 5min.at zeigt die Online-Redakteurin Eva Taumberger.
2 Minuten Lesezeit(492 Wörter)
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Kika/Leiner hat erneut Insolvenz angemeldet, nachdem bereits 2023 ein erster Insolvenzantrag gestellt wurde, der zur Schließung von 23 Standorten in Österreich führte. Trotz massiver Personalabbau-Maßnahmen und der Versteigerung von Inventar konnte das Unternehmen nicht gerettet werden.

Gründe für das Scheitern: Kika/Leiner kämpft mit schweren Herausforderungen

Das Management erklärte, alles Menschenmögliche unternommen zu haben, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Die Gründe für das Scheitern der Sanierung seien die anhaltende Rezession, die Übernahme durch SIGNA sowie steigende Kosten. Das Unternehmen leidet unter dem langfristigen Schaden, der durch die Insolvenz und die ständigen Gerüchte um die SIGNA-Pleite entstanden ist. Nun entscheidet der Insolvenzverwalter über die weiteren Schritte, während Kunden und Mitarbeiter weiterhin auf Klarheit warten.

Kunden in der Warteschleife

Mit der Insolvenz von kika/Leiner sind viele Möbelkäufer in einer schwierigen Lage. Kunden, die teilweise ihre Küchen oder Möbel bereits vollständig bezahlt haben, müssen weiterhin auf die Lieferung ihrer Bestellungen warten. Laut einer Mitteilung auf der Webseite des Unternehmens müssen alle Kaufverträge aufgrund gesetzlicher Vorgaben im Insolvenzverfahren neu geprüft werden, wie der „ORF“ nun berichtet. Bis Weihnachten wird eine Entscheidung getroffen, ob die bereits bestellten und teilweise bezahlten Möbel noch geliefert werden und welche Quote dabei berücksichtigt wird.

Ungewissheit nach der Insolvenz

Die Unsicherheit darüber, ob bestellte Möbel noch geliefert werden, betrifft besonders jene Kunden, die ihre Möbel bereits im Voraus bezahlt haben. Wie Herbert Erhart von der Arbeiterkammer (AK) erklärt, liegt die Entscheidung darüber, ob die Verträge weitergeführt werden können, beim Masseverwalter. Der AK-Konsumentenschützer empfiehlt, abzuwarten, da noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde. Der Masseverwalter werde voraussichtlich in den kommenden Wochen bekanntgeben, ob er in die bestehenden Verträge eintreten kann.

Fremdfirmen und Lieferprobleme

Eine große Herausforderung für die Zukunft von kika/Leiner ist die Frage, ob externe Lieferanten und Montageteams weiterhin mit dem Unternehmen zusammenarbeiten werden. Es könnte vorkommen, dass Lieferanten sich weigern, weitere Waren zu liefern, wenn nicht genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Ebenso könnte der Masseverwalter Schwierigkeiten haben, Montagetische zu bezahlen, die für die Fertigstellung der Aufträge notwendig sind. Diese Faktoren verschärfen die Situation für die betroffenen Kunden weiter.

Die rechtlichen Optionen für betroffene Kunden

Kunden, die ihre Möbelbestellungen nicht erhalten und auf eine Rückerstattung hoffen, können sich einem Insolvenzverfahren anschließen. Eine Forderungsanmeldung kostet dabei 25 Euro, unabhängig davon, ob es um kleine Beträge oder größere Käufe geht. Für viele Kunden stellt sich nun die Frage, ob ihre Forderungen überhaupt noch berücksichtigt werden können und wie hoch die Rückzahlungsquote ausfällt. Laut dem Arbeitsmarktservice (AMS) sind die rund 200 betroffenen Mitarbeiter von kika/Leiner noch nicht gekündigt worden, was die Unsicherheit weiter verstärkt.

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