Eggenberg: Hofbauermarkt wird mit Bundesförderung neu errichtet
Der denkmalgeschützte Hofbauermarkt wird neu errichtet – und das mit Unterstützung des Bundesdenkmalamts. Mit einer Förderung von 167.500 Euro fließt erstmals eine Bundesförderung in dieser Größenordnung in ein Grazer Projekt.
Der 1972 von Franz Forstlicher entworfene Hofbauermarkt, ein ikonisches Beispiel für Brutalismus, gilt als architektonisches und soziales Herz von Eggenberg. Doch die Stahlbetonkonstruktion ist sichtbar in die Jahre gekommen. Jetzt soll der Markt abgerissen und nach historischem Vorbild neu errichtet werden – ein innovativer Ansatz im Denkmalschutz.
„Hofbauermarkt ist nicht nur ein Bauernmarkt, sondern auch ein sozialer Treffpunkt“
„Der Hofbauermarkt ist nicht nur ein Bauernmarkt, sondern auch ein sozialer Treffpunkt und stiftet Identität in Eggenberg. Mit dem Abriss und der Neuerrichtung nach historischem Vorbild gehen wir einen ganz neuen Weg im Denkmalschutz“, erklärte Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grünen), die sich gemeinsam mit dem Bundesdenkmalamt für dieses Projekt stark gemacht hat.
Nachhaltigkeit inklusive
Neben der originalgetreuen Architektur bringt der neue Hofbauermarkt auch Nachhaltigkeit nach Eggenberg. Eine semitransparente Photovoltaikanlage auf dem Dach wird künftig die Energieversorgung für den Marktbetrieb sicherstellen. Geplant sind außerdem moderne Wasser- und Elektroinstallationen, die Sanierung der Platzoberfläche und Baumstandorte sowie eine neue öffentliche WC-Anlage und ein Abstellraum für Marktmöbel.
Zeitplan und Kosten
- Planungsstart: Jänner 2025
- Baustart: November 2025
- Kosten: Knapp 4 Millionen Euro
- Fertigstellung: Sommer 2026
Historischer Bezug
Der Hofbauerplatz, benannt nach Leopold Hofbauer, einem bedeutenden Stadtpfarrer des 19. Jahrhunderts, trägt eine lange Geschichte. Hofbauer setzte sich unter anderem für den Bau der Vinzenzkirche ein und gründete das Kinderasyl Leopoldinum, das den Grundstein für die heutige Schule in der Algersdorfer Straße legte.