Sechs Plakate zu Menschenrechten schmücken den Stadtraum in Graz
Sechs Plakate von Iris Andraschek erinnern ab sofort in Graz an die Bedeutung der Menschenrechte und würdigen den Einsatz für gesellschaftliche Werte und universelle Freiheiten.
Pünktlich zum internationalen Menschenrechtstag am 10. Dezember bringt ein besonderes Plakatprojekt die universellen Rechte ins Bewusstsein der Grazer: Sechs kunstvoll gestaltete Plakate von Iris Andraschek sind ab sofort im Stadtraum zu sehen. Mit den ausgewählten Artikeln 16, 19, 22, 24, 26 und 29 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wird auf ihre unverzichtbare Bedeutung und ihren Schutz aufmerksam gemacht.
Kunst für Menschenrechte
Seit 2022 ergänzt der Plakatzyklus das Denkmalprojekt „Strobl“, das Helmut Strobl, einem engagierten Menschenrechtsaktivisten und Kulturstadtrat, gewidmet ist. Initiiert wurde das Projekt von der Stadt Graz, dem Land Steiermark, der Familie Strobl und dem Kunsthaus Graz. Neben einer permanenten Lichtinstallation und Soundarbeit im Eingangsbereich des Kunsthauses wird jedes Jahr ein neuer Plakatzyklus vorgestellt. Die Serie umfasst insgesamt 30 Plakate, die über sechs Jahre hinweg präsentiert werden und auf den 30 Artikeln der Menschenrechtserklärung basieren.
Künstlerische Interpretationen mit Botschaft
Die diesjährigen Plakate, die vom 2. bis 18. Dezember 2024 ausgestellt sind, setzen auf assoziative, fotografische Montagen von Andraschek. Die Künstlerin greift die Menschenrechtsartikel auf und interpretiert sie durch Metaphern und analoge Verfremdungen. So illustriert ein Mund einer Handpuppe das Recht auf Meinungsfreiheit (Artikel 19), während eine verschlossene Tür für den Zugang zu Bildung (Artikel 26) steht. Ihre Werke laden die Betrachter ein, sich mit den Werten und Widersprüchen rund um die Menschenrechte auseinanderzusetzen – lokal wie global.
Begleitprogramm im Kunsthaus Graz
Anlässlich des Menschenrechtstags lädt das Kunsthaus Graz am 10. Dezember 2024 um 17 Uhr zu einem Ausstellungsrundgang zum Thema ein. Am 11. Dezember 2024 wird zudem das 25-jährige Bestehen des Europäischen Trainings- und Forschungszentrums für Menschenrechte und Demokratie gefeiert.