Diesel teurer als Super: Spritpreise ziehen zum Monatsende spürbar an
Besonders zum Monatsende zeigte sich ein deutlicher Anstieg bei Diesel, der nun im Schnitt teurer ist als Benzin, so heißt es vom ÖAMTC. Doch wer clever tankt, kann weiterhin kräftig sparen.
Im Oktober 2024 kostete der Liter Diesel im Durchschnitt laut ÖAMTC 1,513 Euro und war damit schon etwas teurer als Super (1,501 Euro pro Liter). Im November verstärkte sich dieser Trend: Diesel zog im Schnitt um 2,3 Cent an, während der Liter Super um 0,4 Cent günstiger wurde. Die Folge: Diesel kostete im November durchschnittlich 1,536 Euro, Benzin 1,497 Euro. Die Betrachtung der monatlichen Durchschnittspreise zeigt allerdings nur einen Teil der Wahrheit, denn Diesel wurde erst Ende November merklich teurer: In den letzten beiden Wochen des Monats kostete der Liter rund 1,55 Euro während Super zur selben Zeit stabil bei rund 1,50 Euro pro Liter lag.
| Bundesland | Diesel | Benzin |
| Burgenland | 1,494 | 1,466 |
| Kärnten | 1,474 | 1,434 |
| Niederösterreich | 1,489 | 1,433 |
| Oberösterreich | 1,446 | 1,426 |
| Salzburg | 1,499 | 1,443 |
| Steiermark | 1,467 | 1,438 |
| Tirol | 1,475 | 1,482 |
| Vorarlberg | 1,494 | 1,469 |
| Wien | 1,488 | 1,443 |
Konstanter Preis für Rohöl
Während die Spritpreise auseinandergingen, blieb der Preis für Rohöl trotz weiterhin schwieriger geopolitischer Lage und – auch daraus resultierend – schwacher Nachfrage, relativ konstant. Unklar ist deshalb, was der eigentliche Grund für den gegenwärtigen Preisanstieg beim Diesel ist. Der oftmals genannte Effekt des erhöhten Heizölbedarfs im Winter ist aus Sicht des ÖAMTC aufgrund der deutlich verringerten Anzahl an Ölheizungen, mittlerweile weniger denn je ein valides Argument dafür.
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Vergleich loht sich auch bei niedrigen Preisen
Auch, wenn die Spritpreise aktuell günstiger sind als Anfang Dezember des Vorjahres (minus sechs Prozent bei Diesel, minus 2,5 Prozent bei Super), gilt weiterhin: Die Preise, am besten vor Fahrantritt, vergleichen und so Druck auf teure Anbieter ausüben. Aktuell bezahlt man im Vergleich zu den teuersten Tankstellen (z. B. an Autobahnen) an der günstigsten Tankstelle etwa 33 Euro weniger für eine 50-Liter Tankfüllung. Selbst im Vergleich zum aktuellen Durchschnittspreis erspart man sich immerhin zumindest noch fünf Euro.
Das Wichtigste im Überblick
- Dieselpreise:
- Oktober: 1,513 €/Liter
- November: 1,536 €/Liter (+2,3 Cent)
- Ende November: ~1,55 €/Liter
- Superbenzinpreise:
- Oktober: 1,501 €/Liter
- November: 1,497 €/Liter (-0,4 Cent)
- Stabil Ende November: ~1,50 €/Liter
- Ersparnis:
- An günstigen Tankstellen: bis zu 33 Euro Ersparnis bei 50 Litern im Vergleich zu teuren Autobahntankstellen.
Häufig gestellte Fragen
Dieselpreise stiegen im November stärker an, obwohl der Rohölpreis stabil blieb. Ein erhöhter Heizölbedarf im Winter ist laut ÖAMTC kein ausreichend plausibler Grund dafür, da die Anzahl an Ölheizungen rückläufig ist.
Durch das Tanken an günstigeren Tankstellen lassen sich bis zu 33 Euro pro 50-Liter-Tankfüllung sparen. Selbst im Vergleich zum Durchschnittspreis beträgt die Ersparnis etwa fünf Euro.
Ja, Diesel ist aktuell rund sechs Prozent günstiger als im Dezember des Vorjahres. Superbenzin verzeichnete einen Rückgang von 2,5 Prozent.
Am besten die Preise vor dem Fahrtantritt über Vergleichsportale oder Tank-Apps prüfen, um die günstigste Option in der Nähe zu finden.