Vergiftung durch Therme: Mutter fand Sohn leblos im Badezimmer
Am Sonntagabend kam es in Wien-Floridsdorf zu einer gefährlichen CO-Vergiftung durch eine defekte Therme. Eine 51-Jährige und ihr Sohn wurden verletzt, der gesamte Block musste evakuiert werden.
Am Sonntagabend, den 8. Dezember 2024, erlitten eine 51-jährige Mutter und ihr Sohn in Wien-Floridsdorf eine Kohlenmonoxidvergiftung. Die Ursache war eine defekte Therme in ihrer Wohnung. Die Mutter erlitt eine leichte, der Sohn eine schwere Vergiftung. Beide mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
Drama im Badezimmer
Der Vorfall ereignete sich, als der Teenager-Sohn nach dem Duschen ungewöhnlich lange nicht zurückkehrte. Andreas Huber, Sprecher der Berufsrettung, erklärte, dass die Mutter zusammen mit ihrem anderen Sohn den Jugendlichen schließlich leblos im Badezimmer fand. Sie brachten ihn ins Stiegenhaus, von wo aus die Rettungskräfte alarmiert wurden.
Rettungs- und Evakuierungsmaßnahmen
Gegen 21 Uhr trafen die Einsatzkräfte in der Schenkendorfgasse ein. Die Berufsrettung kümmerte sich um die Verletzten, während die Feuerwehr die CO-Konzentration in der Wohnung und den umliegenden Wohnungen maß. In mehreren benachbarten Wohnungen wurden ebenfalls erhöhte Werte festgestellt. Daraufhin wurde das gesamte Gebäude evakuiert.
Therme als Auslöser des Unfalls
Die Feuerwehr stellte schnell fest, dass die Ursache für die hohe Kohlenmonoxidkonzentration eine stark verschmutzte Therme in der betroffenen Wohnung war. „Wir haben die Therme deaktiviert, Fenster geöffnet und mit Hochleistungslüftern belüftet“, berichtete Feuerwehrsprecher Jürgen Figerl. In den angrenzenden Wohnungen musste lediglich gelüftet werden, da dort keine weiteren Maßnahmen notwendig waren.
Appell zur regelmäßigen Wartung
Figerl wies darauf hin, wie wichtig die jährliche Wartung von Thermen durch einen Fachbetrieb ist, um solche Vorfälle zu verhindern: „Wir appellieren, die Therme jährlich von einem seriösen Installationsfachbetrieb warten zu lassen.“
Umfangreiche Einsatzkräfte vor Ort
Für die Rettung und die Evakuierung des Gebäudes waren insgesamt 29 Feuerwehrleute mit sieben Fahrzeugen über zwei Stunden im Einsatz. Die schnelle Reaktion der Einsatzkräfte verhinderte Schlimmeres, und die Gefahr für die anderen Bewohner konnte rechtzeitig gebannt werden. (APA/red. 9. 12. 24)