Noch keine Einigung: Poker um die Gehälter des Landes
Rund 12.000 Kärntner sind auf allen Ebenen für das Land Kärnten direkt oder die Kabeg, also die Krankenhaus-Holding, tätig. In welchem Ausmaß ihre Gehälter im nächsten Jahr steigen, darüber ist eine politische Debatte entbrannt.
Sehr weit voneinander entfernt sind die Verhandlungspartner jedenfalls nicht. Der Sprecher von Landeshauptmann Peter Kaiser, Andreas Schäfermeier, gibt die Leitlinie der Gespräche vor: „Ziel des Landes bleibt ein maßvoller Gehaltsabschluss, der sowohl den budgetären Nöten einerseits als auch einem fairen Abschluss für die Landesbediensteten andererseits Rechnung trägt.“
So sieht das Angebot des Landes aus
Doch wie sieht das Angebot des Landes als Dienstgeber eigentlich aus? 5 Minuten hat die Antwort: Es sieht eine Lohnerhöhung um 2,5 Prozent vor plus eine einmalige, steuerfreie Prämie in Höhe von einem Prozent des Grundgehaltes inklusive Zulagen. Schäfermeier und die Verhandler auf Landesseite sind sich jedenfalls sicher, dass dies für die 12.000 davon betroffenen Mitarbeiter eine finanziell lukrativere Lösung als die alleinige Übernahme des Bundesabschlusses sei.
Diese Zusatzkosten würden dadurch auf das Land zukommen
Für das Land, das derzeit und in Zukunft ohnehin jeden müden Cent drei Mal umdrehen muss, bedeutet aber auch dieses Angebot einen ziemlichen Kraftaufwand. Die Erhöhung würde Gesamtkosten von 25 Millionen jährlich ab 2025 bedeuten, plus Einmalkosten für die Prämie in Höhe von 10 Millionen. Noch ist die Gewerkschaft nicht von dieser Lösung überzeugt, sie will mehr, vor allem beim Gehalt als solchem. Die Gewerkschaft beharrt auf ihrer Maximalforderung von 3,5 Prozent Gehaltserhöhung 2025 – das wären 35 Millionen jährlich und dauerhaft an höheren Kosten. Weil damit ja auch die Berechnungsbasis für künftige Erhöhungen in die Höhe schnellen würde. Es braucht also eine weitere Gesprächsrunde, es wäre dann die vierte ihrer Art.
Werden Politikergehälter auf Landesebene erhöht?
Wie schauts mit den Politikergehältern auf Landesebene aus? Da betonte LH Kaiser am Dienstag nach der Regierungssitzung, dass es seit drei Jahrzehnten bereits 14 mal keine Erhöhungen gegeben habe.