Planung für umstrittenes Kraftwerksprojekt läuft auf Hochtouren
Eine Bürgerinitiative stellt sich gegen das geplante Kraftwerk im Mölltal. Während die Kelag an der Umweltverträglichkeitserklärung arbeitet, wird deshalb weiter versucht, den Dialog mit den Interessengruppen aufrechtzuerhalten.
So haben Projektverantwortliche am Freitag, dem 13. Dezember 2024, vor der Kelag-Zentrale mit Vertretern besagter Bürgerinitiative über das geplante Schwallausgleichskraftwerk Kolbnitz diskutiert. Immerhin soll mit diesem Projekt der ökologische Zustand der Möll nach den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie verbessert werden und zusätzlich Strom für rund 25.000 Haushalte gewonnen werden, so das Argument des Energiedienstleisters.
Kelag steht laufend im Dialog mit den Mölltalern
Die Bürgerinitiative befürchtet hingegen, dass das geplante Projekt dem Fluss bis auf eine kleine Restwassermenge alles Wasser entziehen und damit den Lebensraum für Mensch und Natur nachhaltig gefährden würde. Mehr dazu unter: Bürgerinitiative gegen Kraftwerkspläne an der Möll. Seit der Vorstellung des Projektvorhabens vor mehr als zwei Jahren informiert die Kelag deshalb regelmäßig über den Planungsfortschritt für das Schwallausgleichskraftwerk. Gegeben hat es bereits Gespräche mit Bürgermeistern und Vertretern der Tourismuswirtschaft sowie der Fischerei. Ebenso gab es bei öffentliche Informationsveranstaltungen in Mühldorf, Obervellach und Flattach. Mehr dazu unter: Mölltaler zeigten großes Interesse an geplantem Kraftwerk. „Die Bürgerinitiative konnte in diesem Rahmen auch ihre Überlegungen und Standpunkte zu diesem Vorhaben einbringen“, heißt es seitens der Kelag.
Runder Tisch am 17. Dezember
Der Konzern möchte für das Vorhaben möglichst breite Akzeptanz in der Region erreichen. Am 20. September 2024 und 13. November 2024 konnten die Bewohner des Mölltals bei Simulationen die Sommer- und Winterwasserführung der Möll nach der Inbetriebnahme des geplanten Schwallausgleichskraftwerkes Kolbnitz beobachten. Der Hydrographische Dienst des Landes Kärnten hat zudem an den oben genannten Terminen die abgegebenen Wassermengen überprüft und die Messungen in der Möll durchgeführt. Aktuell arbeitet die Kelag an der Umweltverträglichkeitserklärung. Gleichzeitig dazu wird der Dialog mit allen beteiligten Interessengruppen fortgeführt. Der nächste Runde Tisch mit den Vertretern der Anrainergemeinden, Tourismus und Fischerei findet bereits kommende Woche, am 17. Dezember 2024, statt.