Erstmals in Österreich: Neue Spinnenart in Kärnten gefunden
Das Spinnenjahr in Kärnten hat zwei ganz neue Sichtungen gebracht. Eine Kugelspinnenart wurde überhaupt erstmals in Österreich gesichtet - in Drobollach am Faaker See (Bezirk Villach-Land).
Die Kärntner Spinnenkarte wird immer voller. Im Jahr 2024 hat es von zumindest zwei Spinnenarten neue Sichtungen gegeben, wie Gernot Neuwirth vom Naturschutzbund gegenüber 5 Minuten bestätigt. Einerseits hätte sich die schwarzbäuchige Tarantel weiter in Richtung Westen ausgebreitet. „Von der Steiermark kommend hatten wir heuer erstmals Meldungen aus Kärnten, die westlichste sogar auf Höhe Villach“, weiß Neuwirth. Die Körpergröße des Tiers ohne Beine liegt bei bis zu 2,5 Zentimetern, die Spinne ist gänzlich ungefährlich für den Menschen.
Wie kann ich eine Spinne melden?
Der Naturschutzbund appelliert an die Menschen in Österreich, die Sichtung mit einem Bild zu dokumentieren und auf der Plattform www.naturbeobachtung.at zu melden, damit Experten diese bestätigen können.
Neue Spinnenart beim Faaker See gefunden
Doch nicht nur das: In Kärnten wurde sogar eine in Österreich gänzlich unbekannte Spinnenart erstmals gesichtet. „Am 17. Oktober 2024 erreichte uns eine Meldung aus Kratschach bei Drobollach am Faaker See. Es handelt sich um die Kugelspinnen-Art „Theridula gonygaster““, so Neuwirth. Österreich selbst sei auf der „Arages-Seite“ noch weiß eingezeichnet, doch das würde durch diesen Fund eben nicht mehr stimmen.
Hast du Angst vor Spinnen?
Das ist die neue Spinnenart
Eigentlich lebt die „neue“ Spinnenart nur südwestlich von Österreich und nicht über 200 Meter über dem Meeresspiegel. Die Spinne sieht glänzend schwarz aus, bei Weibchen sieht man zudem fünf gelbe Flecken. Bei den Männchen müssen diese Flecken nicht zwingend vorhanden sein. Auch die Beine haben eine eher ungewöhnliche Farbe, verglichen mit dem glänzend schwarzen Aussehen des Körpers – sie sind hellgelb. Die Tiere können nur bis zu 2,5 Millimeter lang werden. Für den Menschen ist die Spinne ungiftig.