Leiche am Beifahrersitz: Österreicher wollte sie über Grenze schmuggeln
Am Grenzübergang Gunja in Kroatien erregte ein österreichischer Mann Verdacht, als er versuchte, mit einer toten Frau als Beifahrerin nach Österreich einzureisen. Ein Gerichtsmediziner bestätigte, dass die Frau bereits tot war.
Ende November 2024 passierte ein 65-jähriger Österreicher mit einer verstorbenen Frau auf dem Beifahrersitz die Grenze zwischen Bosnien und Kroatien. Bei einer regulären Kontrolle am Grenzübergang Gunja fielen den kroatischen Beamten Unregelmäßigkeiten auf: Die Frau zeigte keinerlei Lebenszeichen, reagierte nicht auf Fragen und bewegte sich nicht. Der Fahrer erklärte, dass sie lediglich schlafe, doch die Beamten zweifelten an seiner Aussage. In solchen Fällen wird zur Sicherheit ein Gerichtsmediziner hinzugezogen, der den Tod der 83-jährigen Frau sofort bestätigte. Die Polizei stellte fest, dass der Tod bereits vor einiger Zeit eingetreten war.
Hintergrund des tragischen Vorfalls
Laut den Ermittlungen starb die Frau während des Aufenthalts des Mannes in Bosnien-Herzegowina. Der 65-Jährige, der die Verstorbene auf einen Kurzurlaub in ihre Heimat mitgenommen hatte, wollte offenbar die bürokratischen Hürden und Kosten, die mit einem offiziellen Leichentransport verbunden sind, umgehen. Daher beschloss er, die Frau selbst zurück nach Österreich zu bringen – ohne die nötigen Formalitäten einzuhalten. Dies führte zu dem tragischen Vorfall, der nun rechtliche Konsequenzen nach sich zieht.
Strafrechtliche Ermittlungen und Folgen
Nachdem die Grenzbeamten den Vorfall festgestellt hatten, nahmen sie den Mann fest und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Störung der Totenruhe ein. Der 65-Jährige wurde dem Haftrichter übergeben, und die Staatsanwaltschaft in Vinkovci wurde informiert. Das kroatische Bestattungsunternehmen übernahm schließlich die Leiche und organisierte den Transport nach Österreich, wie Medien berichten.