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Weitere Kündigungen sind nicht ausgeschlossen im KTM Werk.

Trotz Milliarden-Schulden: KTM AG wird unter Eigenverwaltung fortgeführt

Die Fortführung der insolventen KTM AG ist beschlossen. Die Eigenverwaltung bleibt bestehen, während die Sanierung des Unternehmens und seiner Töchter unter hohem Druck weitergeht.

von Stefan Putz Logo 5 Minuten
2 Minuten Lesezeit(325 Wörter)
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Das Landesgericht Ried hat entschieden: Die KTM AG wird fortgeführt, und das Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung bleibt aufrecht. Damit ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Unternehmens gesetzt. Parallel laufen Verhandlungen über die beiden Töchter KTM Components GmbH und KTM Forschungs & Entwicklungs GmbH.

Gläubiger-Andrang blieb aus

Obwohl ein großes Medieninteresse bestand, blieb der erwartete Gläubigeransturm aus. Die meisten Gläubiger ließen sich vertreten. KTM-Chef Stefan Pierer war nicht anwesend, stattdessen vertrat Co-CEO Gottfried Neumeister die Unternehmensleitung. Auf Fragen von Journalisten ging er nicht ein und bat um Verständnis.

Wirtschaftliche Talfahrt

Die Probleme bei KTM hatten sich bereits im ersten Halbjahr 2024 abgezeichnet:

  • Stellenabbau: 373 Jobs fielen weg, davon rund 300 in Mattighofen.
  • Umsatzrückgang: Der Umsatz sank um 27 Prozent auf 1 Milliarde Euro.
  • Verlust: KTM verzeichnete einen Periodenverlust von 172 Millionen Euro.

Auch die Tochterunternehmen stehen unter Druck: Die Vöcklabrucker Metallgießerei GmbH, eine Tochter der KTM Components GmbH, meldete Konkurs an, wodurch weitere 134 Arbeitsplätze verloren gehen. 5 Minuten hat hier berichtet: Tausende Mitarbeiter betroffen: KTM steht vor Insolvenz

Bild auf 5min.at zeigt ein Motorrad.
©Pexels/ Javier Aguilera
Viele Motorräder stehen noch zum Verkauf.

Ungewisse Zukunft für Mitarbeitende

Für die mehr als 3.600 Mitarbeitenden ist die Situation angespannt:

  • Offene Gehälter: November-Gehälter und Weihnachtsgeld kamen aus dem Insolvenz-Entgelt-Fonds; die Dezembergehälter stehen noch aus.
  • Insolvenzstiftung: AMS und das Land Oberösterreich richten für Betroffene eine Insolvenzstiftung ein.
  • Produktionsstopp: Die Fertigung in Mattighofen ist seit Freitag vergangener Woche stillgelegt.

Ein großer Lagerbestand von 130.000 Motorrädern, die teilweise nicht der neuen Euro5+ Abgasnorm entsprechen, verschärft die Lage.

Sanierungsplan und Schulden

Mit Schulden von 1,8 Milliarden Euro, davon 1,3 Milliarden Euro bei Banken, steht KTM unter enormem Druck. Gläubiger können ihre Forderungen noch bis zum 16. Jänner anmelden. Die wichtigsten Termine:

  • Prüfungstagsatzung: 24. Jänner 2024
  • Abstimmung über den Sanierungsplan: 25. Februar 2024

Der vorgeschlagene Sanierungsplan bietet den Gläubigern eine Quote von 30 Prozent, zahlbar innerhalb von zwei Jahren.

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