Anästhesist unter Mordverdacht: Todesfall im Klinikum Kirchdorf
Ein Anästhesist im Klinikum Kirchdorf wird für den Tod eines Patienten und den kritischen Zustand eines weiteren verantwortlich gemacht. Ermittlungen wegen möglicher Überdosierung laufen, der Arzt wurde entlassen.
Im Klinikum in Kirchdorf (Oberösterreich) gibt es schwere Vorwürfe gegen einen Anästhesisten. Ein Patient ist verstorben, ein weiterer befindet sich in kritischem Zustand auf der Intensivstation – der Arzt wird für diese Vorfälle verantwortlich gemacht. Infolgedessen haben die Mordermittler der Polizei ihre Ermittlungen aufgenommen.
Ein Patient tot, ein weiterer überlebte knapp
Ein schwerwiegender Verdacht liegt gegen einen Mediziner am Klinikum Kirchdorf an der Krems (Oberösterreich) vor: Ein Anästhesist soll für den Tod eines Patienten verantwortlich sein, während ein weiterer Patient nur knapp überlebte.
Keine genauen Details
Laut der Krone gab es am Freitag Verdachtsmomente bezüglich der Behandlung von Patienten auf der Intensivstation des Klinikums, die zu einer Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Steyr führten. Die genauen Details der Verdachtsmomente wurden zunächst nicht veröffentlicht.
War es Absicht?
Es wird angenommen, dass der betreffende Arzt seinen Patienten eine Überdosis an Medikamenten verabreicht hat. Ob dies versehentlich geschah oder möglicherweise aus der Absicht heraus bleibt derzeit unklar und ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. In der Gesundheitsholding selbst geht man jedoch von einer vorsätzlichen Handlung aus und betrachtet den Vorfall als einen Kriminalfall. Der Anästhesist wurde inzwischen entlassen und ist nach wie vor auf freiem Fuß.
Verdachtsmomente gegenüber einem Arzt
Vor einigen Tagen gingen die Alarmglocken an, als ein Patient plötzlich auf der Intensivstation eingeliefert wurde und sein Zustand sich zunehmend verschlechterte. Innerhalb kürzester Zeit gab es intern erste Verdachtsmomente gegenüber einem Arzt. Wenige Tage zuvor war bereits ein anderer Patient überraschend verstorben, jedoch war diese Person bereits eingeäschert worden.
Zeugen, Mitarbeiter und Kollegen werden befragt
Die Mordermittler sind nun in Aktion. Die Gruppe „Leib und Leben“ des Landeskriminalamtes Oberösterreich wurde inzwischen vorab informiert und wird nun bei verdächtigen Todesfällen in Krankenhäusern routinemäßig tätig. Alle relevanten Dokumente und Unterlagen zu den beiden Fällen werden sichergestellt und anschließend gründlich überprüft. In den nächsten Tagen werden mögliche Zeugen, einschließlich der Mitarbeiter und Kollegen aus den betroffenen Abteilungen, intensiv befragt.