Kärntner Kebab-Todesfall: Nun folgt ein Strafantrag
Im Sommer 2023 war ein 63-jähriger Kärntner gestorben, nachdem er einen Kebab gegessen hatte. Nun gibt es einen Strafantrag gegen das Betreiberpaar des beschuldigten Lokals.
Es war ein Skandal, als immer mehr Details zu dem Fall ans Licht kamen. Denn ein 63-Jähriger war, nachdem er einen Kebab in einem Lokal in Villach-Land gegessen hatte, verstorben. Schuld war eine Salmonellenvergiftung. Nun soll ein Strafantrag gegen das Betreiberpaar eingebracht worden sein, berichten Medien.
Kontaminiertes Putztuch war schuld
Ein Kärntner aß bei einem Dönerstand in Villach-Land einen Hendl-Kebab und erlitt danach eine schwere Salmonellenvergiftung. Ende Juli 2023 verstarb er. Ein Gutachten bestätigte, dass sein Tod direkt mit den Salmonellen aus dem Küchenbereich zusammenhängt. Die Untersuchung ergab, dass ein kontaminiertes Putztuch die Bakterien auf der Arbeitsfläche verbreitet hatte. Anfang 2023 war mit Salmonellen verseuchtes Fleisch, aus Polen, in Österreich aufgetaucht. Es wurden damals 30 Krankheitsfälle gemeldet, der Mann in Kärnten war der einzige Todesfall. Aber auch wenn der Betrieb auch ein solches Fleisch bekommen hatte, so hätten die Bakterien beim Erhitzen am Dönerspieß nicht mehr aktiv sein dürfen.
Hygienische Zustände sollen Schuld am Todesfall sein
Der kontaminierte Putzlappen soll an der Salmonelleninfektion des Kärntners Schuld gewesen sein. Dieser soll nämlich auch nach dem Fleischanbraten im Einsatz gewesen sein und so sind die Bakterien auf den Kebab des 63-Jährigen gekommen. Laut Staatsanwaltschaft sollen eben diese schlechten hygienischen Zustände zum Tod des Mannes geführt haben. Für die Lokalbetreiber gilt die Unschuldsvermutung, mittlerweile wurde das Lokal bereits geschlossen.