Giftspinne in Kärnten gesichtet: Biss kann kleine Säugetiere töten
Sie ist äußerst scheu und dementsprechend kaum anzutreffen. Die Rede ist von Kärntens giftigster Spinne, der Falschen Schwarzen Witwe. Einer Villacherin ist es dieses Jahr aber gelungen, sie auf einem Bild festzuhalten.
Erst sieben Meldungen hat es zur Falschen Schwarzen Witwe auf der Plattform „naturbeobachtung.at“ in Österreich gegeben, dabei Sichtungen in Kärnten, der Steiermark und Wien, wie Gernot Neuwirth vom Naturschutzbund gegenüber 5 Minuten erklärt. Doch gerade dieses Jahr – es war im September 2024 – wurde eine weitere Sichtung gemeldet. In Oberschütt (Villach) hat eine Frau eines der Spinnentiere entdeckt und auf der Plattform gemeldet.
Was tun, wenn ich eine solche Spinne sehe?
Sieht oder findet man eine Falsche Schwarze Witwe, sollte man sie auf der Plattform www.naturbeobachtung.at melden, damit Experten die Sichtung bestätigen und das Einzugs- und Verbreitungsgebiet der Spinnenart eingrenzen können. Die Sichtung sollte man dabei mit einem Bild dokumentieren.
Falsche Schwarze Witwe lebt sehr versteckt
Sichtungen seien dennoch sehr selten. „Das liegt an der versteckten Lebensweise“, weiß Neuwirth weiter. Da die Spinne bei Gefahr sofort in die Höhle flüchten würde, sei auch ein Biss „sehr unwahrscheinlich“. Obwohl es kaum valide Daten zu Symptomen nach einem Biss dieser Spinnenart beim Menschen gebe, sei es bekannt, dass sie kleinere Säugetiere töten könne. „Daher ist zu vermuten, dass der Biss erstens recht schmerzhaft sein muss und zweitens wahrscheinlich Vergiftungssymptome hervorrufen wird“, so Neuwirth. Immerhin: Tödlich sei er nicht, dafür würde die Giftmenge nicht ausreichen.
Rahmendaten der Falschen Schwarzen Witwe:
Die Falsche Schwarze Witwe kann 4,5 bis 8,4 Millimeter (Männchen) oder acht bis 13 Millimeter (Weibchen) groß werden und gehört zur Gattung der Kugelspinnen. Sie lebt vor allem in Südeuropa und rund um den Mittelmeerraum. Nördlich endet ihr Verbeitungsgebiet in den Südalpen, in Österreich wurde sie eben schon in Kärnten, der Steiermark und in Wien gesichtet.
Neue Spinnenart in Kärnten nachgewiesen
Übrigens: Dieses Jahr hatte es Spinnentechnisch in Kärnten in sich. Neben der seltenen Sichtung einer Falschen Schwarzen Witwe wurde auch die Schwarzbäuchige Tarantel erstmals hierzulande gemeldet. Zudem wurde eine gänzlich neue Spinnenart beim Faaker See gemeldet. Mehr dazu hier: Erstmals in Österreich: Neue Spinnenart in Kärnten gefunden.