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/ ©LPD Kärnten/Bauer
Das Bild auf 5min.at zeigt Christian Inzko und Peter Kaiser.
Kärnten-CIO/CDO Christian Inzko (l.) und Landeshauptmann Peter Kaiser präsentierten heute KärntenGPT.

Kärnten macht Verwaltung smarter: Das steckt hinter KärntenGPT

Mit KärntenGPT geht die Kärntner Verwaltung einen weiteren großen Schritt Richtung Digitalisierung. Die künstliche Intelligenz soll unter anderem für eine schnellere Abwicklung von Förderanträgen sorgen.

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
3 Minuten Lesezeit(540 Wörter)
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Kärnten läutet als erstes Bundesland mit einer eigens entwickelten Künstlichen Intelligenz, KärntenGPT, ein neues Verwaltungszeitalter ein. Seit Montag, den 23. Dezember 2024, können alle Landesbediensteten die künstliche Intelligenz (KI) dienstlich nutzen. Landeshauptmann Peter Kaiser präsentierte gemeinsam mit Christian Inzko, dem Chief Information Officer (CIO) und Chief Digital Officer (CDO) des Landes, Details dazu. KärntenGPT kann zum Beispiel Texte – von Regierungssitzungsakten bis zu Gesetzestexten und Bescheiden – zusammenfassen, vergleichen und übersetzen. Insbesondere kann es Dokumente prüfen, die von Förderwerbenden hochgeladen wurden. „Das erspart den Sachbearbeitenden Zeit und macht so die Verwaltung schneller und noch serviceorientierter“, betonte Kaiser. Die 80.000 Euro Investition in KärntenGPT sollen sich dadurch rasch amortisieren.

Datenschutz wird großgeschrieben

„Kärnten ist das erste Bundesland, das so in seinem eigenen Zuständigkeitsbereich die künstliche Intelligenz einsetzt“, sagte Kaiser. Konkret sei es eine lokale „Inhouse“-Lösung, die Daten verbleiben sicher im landeseigenen Rechenzentrum. Das sei im Hinblick auf den Datenschutz wesentlich. „Und wir sind dadurch unabhängig von internationalen Internetgiganten“, erklärte der Landeshauptmann. Die KI solle für die Menschen genutzt werden, insbesondere Förderanträge wie beispielsweise PV-Förderansuchen sollen schneller abgewickelt werden: „Es wird zu einer deutlichen Verwaltungsvereinfachung kommen.“ Wichtig ist es dem Landeshauptmann, dass für die Bevölkerung dennoch die Möglichkeit weiterbesteht, Anträge analog abzugeben. Ein weiterer Punkt ist laut Kaiser, dass in den nächsten zehn Jahren 40 Prozent der Landesbediensteten die Pension antreten: „Ihr wertvolles Wissen soll bis dahin auch in die KI einfließen, um es so zu bewahren und weiterzugeben.“

Testphase abgeschlossen

CIO und CDO Inzko erklärte, dass KärntenGPT heuer in der ersten Phase von 100 Landebediensteten getestet wurde. Nun könne es Schritt für Schritt eingesetzt werden, um die Bediensteten zu unterstützen und zu entlasten. Konkret werde eine Opensource-Lösung des Facebook-Konzerns Meta verwendet. „Die Daten gehen aber nicht auf einen Server in den USA, sondern werden bei uns lokal und sicher verarbeitet“, betonte Inzko. KärntenGPT könne zum Beispiel kurze Zusammenfassungen von Fachtexten liefern oder verschiedene Fassungen von Verordnungen, Richtlinien, etc. miteinander vergleichen und den Bearbeitenden erfolgte Änderungen anzeigen. Weiters sei es möglich, KärntenGPT Anwendungen programmieren zu lassen. Vor allem solle die KI aber die Abwicklung von Förderanträgen beschleunigen. „Sie kann zum Beispiel eingereichte Rechnungen automatisiert auslesen und Dokumente prüfen“, so Inzko. Wesentlich bei der Anwendung von KärntenGPT sei die richtige Fragestellung, um auch effiziente Ergebnisse zu erzielen. „Diesbezüglich wird es für die Landesbediensteten Schulungen in der Verwaltungsakademie geben“, erklärte der CIO/CDO.

Team Kärnten will wissenschaftliche Begleitung der KI

In einer Presseaussendung bezog das Team Kärnten heute Stellung zu Einführung der lokalen KI und fordert eine wissenschaftliche Begleitung seitens der Universität und Fachhochschule. „Mit der Etablierung einer lokalen KI im Amt wird in der Verwaltung des Landes Neuland betreten. Künstliche Intelligenz ist die Gegenwart und gleichermaßen auch die Zukunft, trotzdem herrschen rund um diese moderne Technologie erhebliche Bedenken sowie Zweifel und das nicht nur in Hinblick auf Datenschutz, sondern auch was den großen Themenkomplex Cyberkriminalität betrifft“, betont Köfer in einer Reaktion auf die heutige Pressekonferenz.

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