Notfalllandung in Graz: „Unsere Gedanken sind bei den betroffenen Personen“
Rauch im Cockpit, eine Notlandung in Graz und ein schwer verletztes Crewmitglied: Während SWISS die Ereignisse untersucht, betont die Airline Professionalität und Fürsorge. „Spekulationen wären unseriös,“ heißt es.
Wegen Triebwerksproblemen sowie Rauchentwicklung in der Kabine und im Cockpit musste ein Flug der Swiss mit der Flugnummer LX 1885 am Montag, dem 23. Dezember, notfallmäßig in Graz landen. An Bord befanden sich 79 Personen. Ein Besatzungsmitglied erlitt schwere Verletzungen und wurde per Helikopter ins Krankenhaus gebracht. Der Flughafen Graz wurde aufgrund des Vorfalls vorübergehend geschlossen. Laut Polizei wurden neben den beiden Piloten und zwei Crewmitgliedern auch 13 Passagiere in Krankenhäuser eingeliefert. Wir haben berichtet: Notlandung in Graz: Evakuierung von 79 Personen nach Rauch im Cockpit.
5 Minuten hat bei SWISS nachgefragt und erfahren: „Der gestrige Vorfall kann nicht mit dem Swissair-Flug 111 verglichen werden. Es handelt sich um zwei völlig unabhängig voneinander stehenden Ereignissen.“
Professionelles Handeln: „Die Landung verlief ereignislos“
Die Situation an Bord wurde von der Cockpitbesatzung schnell gemeistert: „Die Cockpitbesatzung hat aufgrund von Triebwerksproblemen und Rauch in Kabine und Cockpit rasch entschieden, notfallmäßig in Graz zu landen, um die Sicherheit der Passagiere und Crew zu gewährleisten. Die Landung verlief ereignislos. Anschließend wurden alle Fluggäste evakuiert. Mehr können wir hierzu aktuell nicht sagen. Wir sind uns bewusst, dass viele Fragen zu diesem Vorfall und zur Evakuation des Flugzeuges bestehen.“ SWISS arbeitet nach eigenen Angaben eng mit den Behörden zusammen, um die Ursache des Vorfalls zu klären. „Wir setzen alles daran, die Ursache lückenlos aufzuklären und die Behörden bei ihrer Arbeit zu unterstützen,“ so die Airline gegenüber 5 Minuten weiter. Allerdings seien aufgrund der laufenden Untersuchungen derzeit nur begrenzte Informationen verfügbar.
Untersuchungen laufen: „Spekulationen wären unseriös“
Zum genauen Verlauf des Vorfalls und einer möglichen Katastrophengefahr erklärte SWISS gegenüber 5 Minuten: „Unsere Cockpitbesatzung hat sehr professionell reagiert und die notfallmäßige Landung in Graz unmittelbar eingeleitet. Das Flugzeug ist sicher gelandet, und alle Fluggäste wurden aus dem Flugzeug evakuiert. Alles andere wird aktuell untersucht und Spekulationen wären unseriös.“
Sorge um verletztes Crewmitglied
Besondere Sorge gilt einem Crewmitglied, das intensivmedizinisch betreut wird: „Den Zustand des Crewmitglieds, das sich auf der Intensivstation befindet, verfolgen wir weiterhin mit Sorge. Die Angehörigen sind vor Ort und werden ebenfalls durch SWISS Spezialistinnen und Spezialisten betreut. Unsere Gedanken sind bei den betroffenen Personen und wir hoffen fest, dass sich der Gesundheitszustand unseres Kollegen zeitnah verbessert.“
Passagiere: „Betreuung hat höchste Priorität“
Die Betreuung der Passagiere und Crew sei laut SWISS das derzeit wichtigste Anliegen: „SWISS ist seit gestern Nacht mit eigenen Spezialistinnen und Spezialisten und einem Care Team vor Ort. Im Vordergrund stehen die psychologische Betreuung sowie individuelle Bedürfnisse.“ Zur Frage, wann das Flugzeug Graz verlassen wird, hielt sich SWISS bedeckt: „Dazu können wir aktuell keine Angaben machen, das Flugzeug wird derzeit untersucht.“