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Bild auf 5min.at zigt eine Kika-Filiale.
Ende Jänner schließen sämtliche Kika/Leiner-Filialen.

Nur noch bis Ende Jänner: Kika/Leiner beendet Ära mit Abverkauf

Der Countdown läuft. Nur noch bis Ende Jänner haben die verbleibenden 17 Kika/Leiner-Filialen geöffnet. Schnäppchenjäger sollten die kommenden Tage noch zuschlagen.

von Sabrina Tischler Sabrina Tischler Online Redaktion 5 Minuten
2 Minuten Lesezeit(407 Wörter)
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Einen Abverkauf von -60 Prozent gibt es auf lagernde Artikel in allen verbleibenden Kika/Leiner-Filialen. Mit Ende Jänner ist nämlich Schluss: Nach über zwei Jahrhunderten Betriebszeit bei Leiner und 52 Jahren bei Kika schließt die Möbelkette alle Filialen. Besonders schwer werden die Schließungen für die rund 1.350 Mitarbeiter: Sie werden im Laufe des Jahres ihre Arbeitsplätze verlieren. Mehr dazu in: Kika/Leiner: „1.350 Mitarbeiter verlieren ihren Job“. Als Unterstützung wurden teils Arbeitsstiftungen eingerichtet. Nichtsdestotrotz ist das nur ein Tropfen auf einem heißen Stein.

Diese Filialen haben noch geöffnet

  • kika Wien Laxenburgerstraße
  • kika Wien Nord
  • Leiner Wien West
  • kika St. Pölten
  • kika Wiener Neustadt
  • Leiner Vösendorf SCS
  • Leiner Tulln
  • Leiner Krems
  • kika Graz
  • Leiner Graz
  • kika Ansfelden
  • kika Linz
  • kika Klagenfurt
  • kika Innsbruck
  • kika Salzburg
  • Leiner Salzburg
  • kika Dornbirn

Ungewisse Zukunft für die Standorte

Was mit den verbleibenden 17 Filialen passiert, ist jedenfalls noch offen. Der Grazer Immobilienentwickler Supernova prüft verschiedene Optionen, darunter multifunktionale Konzepte oder die Integration regionaler Händler. Einige Standorte, wie in Villach und Eisenstadt, werden direkt weiterentwickelt. Doch gerade in großen Einkaufszentren wie der Shopping City Süd in Vösendorf könnten Leerstände langfristige Auswirkungen haben.

Kunden bleiben auf Anzahlungen und Gutscheinen sitzen

Ein besonders bitteres Kapitel der Kika/Leiner-Insolvenz betrifft die Kunden. Bis zu 20.000 Anzahlungen stehen im Raum, die nicht alle abgesichert sind. Im Rahmen einer früheren Aktion zur Hochwasserhilfe warb Kika/Leiner mit Rabatten, doch viele Bestellungen wurden nicht mehr ausgeführt. Wer noch auf Gutscheinen oder Anzahlungen sitzengeblieben ist, konnte seine Forderungen noch bis zum 9. Jänner beim Insolvenzgericht anmelden. Abzuziehen war eine Anmeldegebühr von 25 Euro. Forderungsanmeldungen sind auch nach der Frist möglich, sind aber mit höheren Kosten verbunden. Kika/Leiner informiert die Kunden auf der Website über sämtliche Maßnahmen.

Großer Andrang sorgt für frühzeitige Schließungen

Der Abverkauf hat ja bereits im Dezember begonnen. Wie zu erwarten, kam es zu einem enormen Ansturm. An einigen Standorten sorgte der Andrang für bis zu zwei Stunden Wartezeit. Aus diesem Grund könnten einzelne Filialen auch früher geschlossen werden. Von Kika/Leiner heißt es: „Ihre Sicherheit und ein angenehmes Einkaufserlebnis sind uns wichtig. Daher kann es in Ausnahmefällen, wie bei sehr hohem Besucheraufkommen oder aus Sicherheitsgründen, zu vorzeitigen Schließungen einzelner Filialen kommen. Diese Entscheidung wird von den jeweiligen Filialleitungen vor Ort getroffen. Da es sich um kurzfristige Entscheidungen handelt, können wir diese nicht im Voraus offiziell ankündigen.“ Demnach müssten Kunden auf „gut Glück“ zu den Filialen – ob diese geöffnet ist oder nicht, ist situationsabhängig.

Mehr zur Kika/Leiner-Insolvenz

Die Möbelkette Kika/Leiner hat ihren Sanierungsplan zurückgezogen und Konkurs angemeldet. Dies führt zur Schließung der verbleibenden 17 Filialen und zum Verlust von rund 1.350 Arbeitsplätzen. Der Warenbestand wird abverkauft, und Kunden konnten ihre Anzahlungen als Konkursforderungen anmelden. Die Schulden des Unternehmens belaufen sich auf etwa 139 Millionen Euro. Die Zukunft der Filialimmobilien ist derzeit unklar.

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