Kika-Filiale fast leergeräumt: „Sieht furchtbar aus“
In der Klagenfurter Kika-Filiale findet derzeit ein großer Abverkauf statt, ehe der Standort mit Ende Jänner gänzlich geschlossen wird. Wir waren für einen Lokalaugenschein vor Ort, zu sehen waren vor allem leere Regale.
Es ist wahrlich eine Insolvenz, die ganz Österreich geschockt hat. Nachdem René Benko mit seiner „Signa“ pleite gegangen ist, ist wenig später auch „KikaLeiner“ gefolgt. Kurz bestand noch Hoffnung, ein Sanierungsplan wurde eingereicht, wenig später aber wieder zurückgezogen. Immerhin rund 1.350 Menschen verlieren so ihre Jobs, zahlreiche Filialen, die noch bis Ende Jänner geöffnet sind, stehen in Kürze leer.
Bist du von der Kika/Leiner Insolvenz betroffen?
Kika-Filiale wegen Abverkauf wie leergefegt
Bei einem Lokalaugenschein in der Kika-Filiale in Klagenfurt zeigt sich jedoch: Das Geschäft ist wegen des laufenden Abverkaufs mehr oder weniger schon jetzt wie leergefegt. „Es sieht furchtbar aus, das Geschäft gibt es schon lange“, meint dazu etwa eine Kundin gegenüber 5 Minuten. Ein weiterer Kunde gibt sich optimistisch: „Es wird wieder eine Verwendung finden.“ Einer Frau wiederum „tut es um die Mitarbeiter leid“. „Hinter jedem Mitarbeiter stehen Familien und Kinder und Zahlungen“, weiß sie.
KikaLeiner-Pleite: „Das hat niemand kommen sehen“
Gefragt zu der Situation rund um die Pleite, meint eine weitere Frau: „Das hat niemand kommen sehen.“ Andere Kunden wieder finden es „schade um den Kika“. Sie hätten die Filiale als „super Geschäft“ gesehen. „Es ist traurig, wenn man sich das ansieht. Hypo steht leer und jetzt der Kika auch“, so ein Mann im Gespräch mit 5 Minuten.
Tausende Anzahlungen bei „KikaLeiner“ in der Schwebe
Besonders bitter für viele Kunden seien die Anzahlungen, die kurz vor Bekanntwerden der Pleite noch getätigt wurden. Immerhin 20.000 hätte es gegeben, nicht alle davon waren jedoch abgesichert, womit viele Menschen derzeit noch im Unklaren stehen bzw. gestanden sind. Was du machen kannst, wenn du davon betroffen bist? Auf der „KikaLeiner“-Website gibt man dazu nähere Tipps und Auskunft. Die Kunden in Klagenfurt vor Ort hätten jedenfalls keine Bestellungen mehr ausständig gehabt. „Gott sei Dank nicht“, meint dazu ein Mann.
Alles rund um die „KikaLeiner“-Insolvenz:
Bereits im Juni 2023 meldete „KikaLeiner“ Insolvenz an, 23 der damals noch 40 Standorte wurden dabei geschlossen. Im November 2024 dann die nächste Pleite und wieder kündigte man einen Sanierungsplan an, den man allerdings Anfang Dezember zurückziehen musste. Seither findet ein Abverkauf in den noch bestehenden Filialen statt, der bis Ende Jänner 2025 anhält. Danach ist die „KikaLeiner“-Ära zu Ende, wie es mit den Standorten weitergeht, ist derzeit vielerorts noch unklar.