Neues Pfandsystem: Was den Österreichern am meisten gefällt
Seit 1. Jänner gibt es in Österreich ein neues Pfandsystem und obwohl man in den Geschäften selbst noch nicht allzu viele derartiger Gebinde findet, wurden mittlerweile eine Million davon zurückgegeben.
Generell waren bereits rund 25 Millionen Pfandverpackungen mit Ende Jänner im Umlauf. Seitens der großen Supermarktketten hat es gegenüber 5 Minuten noch vor etwa zweieinhalb Wochen geheißen, dass derzeit noch alte Gebinde aufgebraucht und verkauft werden und zwischen März und Mitte des Jahres dann langsam der größte Teil der Flaschen und Dosen zwischen 0,1 und drei Liter mit Pfand versehen sein werden. Mehr dazu hier: Verwirrung um neues Pfandsystem: Wo sind die Flaschen und Dosen?
Bis Ende 2025 können noch Flaschen und Dosen ohne Pfand verkauft werden
Ähnlich sehen das Monika Fiala und Simon Parth, Geschäftsführer von „Recycling Pfand Österreich“: „Wir rechnen damit, dass ab März bereits eine Vielzahl an bepfandeten Getränkeverpackungen im Umlauf sein wird.“ Aufgrund einer Übergangsregelung könnten bis 31. März 2025 noch Gebinde ohne Pfandlogo produziert und bis Jahresende auch verkauft werden. „Ziel der Übergangsfrist ist es, alte Verpackungen und Etiketten weitgehend aufzubrauchen und nicht vernichten zu müssen, wodurch Ressourcen eingespart werden“, heißt es dazu in einer Aussendung.
Wie findest du das neue Pfandsystem in Österreich?
Neues Pfandsystem mit hoher Akzeptanz
In der Bevölkerung fände die neue Pfandregelung jedenfalls eine hohe Akzeptanz, so habe eine Umfrage von „marketagent“ im Auftrag von „Recylcing Pfand Österreich“ herausgefunden, dass rund 80 Prozent das neue System befürworten würden. „Besonders positiv wird der Beitrag zum Umweltschutz bewertet: 68 Prozent sehen den größten Vorteil darin, dass weniger Flaschen und Dosen achtlos in der Natur entsorgt werden“, so in der Aussendung weiter. Immerhin 66 Prozent gefällt auch, dass aus den alten Getränkeverpackungen wieder Neue werden und die Materialien damit im Kreislauf gehalten werden.
Was man beim Einwegpfand-System unbedingt beachten muss:
- Das Pfandlogo muss vorhanden sein.
- Die Flaschen und Dosen sollen leer, unzerdrückt und mit Etikett zurückgegeben werden.
- Es gibt auch Ausnahmen vom neuen Pfand-System: So sind etwa Milchprodukte und Sirupe nicht inkludiert.
- Grundsätzlich inbegriffen im neuen System sind Plastikflaschen und Metalldosen mit einer Füllmenge von 0,1 bis drei Liter.