
Neue Informationen zum Anschlag in Villach
Derzeit, 16. Februar 2025, 11.30 Uhr, findet in Villach beim Stadtpolizeikommando Villach eine Pressekonferenz zur Bluttat statt. Innenminister Karner ist extra angereist.
Bei der heutigen Pressekonferenz zu der Tragödie in Villach ist auch Österreichs Innenminister Gerhard Karner anwesend. Und er hält die Anfangsrede. „Es tut weh, hier stehen zu müssen. Erklären zu müssen, dass ein 14-Jähriger bei einem Attentat ermordet wurde.“
Karner bestätigt islamistischen Anschlag
Der Innenminister führt weiters aus: „Es ist verständlicherweise oft Zorn und Wut bei den Emotionen, die wir in uns tragen. Wut über einen islamistischen Attentäter, der wahllos auf Menschen hier in der Stadt eingestochen hat. Neben dieser Emotion gibt es auch Dankbarkeit, ich bedanke mich bei den Einsatzkräften, zwei Polizistinnen, die gemeinsam den Attentäter überwältigt haben. Und bei dem Essenszusteller, der durch seine engagierte Tat, den Attentäter dazu geführt hat, dass er auch festgenommen werden konnte. Neben den Emotionen, die da sind, brauchen wir Entschlossenheit. Es handelt sich hier, um einen islamistischen Anschlag mit IS-Bezug.“ Karner spricht den Stand der bisherigen Ermittlungen an und sagt, dass der Attentäter sich in kürzester Zeit über das Internet, online radikalisiert habe. „Wir müssen eine Massenüberprüfung in vielen Bereichen durchführen, weil dieser Attentäter nicht auffällig war“, meint er.
Am Dienstag gibt es einen Sicherheitsgipfel
Dann spricht Landeshauptmann Peter Kaiser: „Es ist das schlimmste, was passieren kann, wenn man ein Kind verliert. Ein Kind, das Opfer des ersten IS-Anschlages hier bei uns wurde. Wie ein sicheres Kärnten, ein sicheres Land, innerhalb weniger Augenblicke so in den Mittelpunkt rückt.“ Er berichtet, dass es am Dienstag einen Sicherheitsgipfel des Landes geben werde. Durch die Bildungsdirektion wird mit einer Krisenintervention morgen bei der Wiederaufnahme des Schulunterrichts entsprechende Hilfeleistung zur Verfügung gestellt. Abschließend sagt Kaiser: „Bitte stehen wir in so schwierigen Zeiten zusammen“. Bürgermeister Günther Albel meint: „Es sind junge Menschen, die gerade auf den Weg waren, das Leben zu erfahren und haben die schrecklichste Seite davon widerfahren. Menschen, die unsre Gesetze nicht einhalten, haben hier nichts verloren. Aburteilen, abstrafen und abschieben ist die einzige Möglichkeit!“
120 Polizisten waren im Einsatz
Knapp 120 Polizisten waren gestern, 15. Februar 2025, im Einsatz. Aufgrund der ersten Hinweise, ging man zuerst davon aus, dass es einen zweiten Täter geben könnte. Das hat sich dann nicht bestätigt.“ Der asylberechtige Syrer wird wegen Mordes und mehrfach versuchten Mordes angezeigt. Nach der Festnahme begannen die Ermittlungen des Staatsschutzes: Im Fokus lagen mögliche Mittäter, die Wohnung wurde sofort durchsucht“, berichtet Polizeipressesprecherin Michaela Kohlweiß. Dort gab es eindeutige Hinweise auf ein islamistisches-radikales Gedankengut. Waffen wurden keine gefunden, dafür eine IS-Flagge.
Handy wurde sichergestellt
Das Handy des Syrers wurde sichergestellt, die Auswertung läuft. Auf Mittäter wird überprüft, auch in Kooperation mit Behörden im Ausland. Uploads werden derzeit ausgewertet und die Plattform bleibt weiterhin online. Eine Ermittlungsgruppe wurde eingerichtet und die Polizeipräsenz wird weiter erhöht bleiben. „Auch wenn es keine Hinweise zur Gefährdung gibt“, sagt Kohlweiß. Es werden vermehrt Fußstreifen eingesetzt, die Innenstadtkomponente verstärkt überwacht und auch die Raumschutzüberwachung wird erhöht. Eine gute Nachricht gibt es zu Schluss, bei den Verletzten soll die Lebensgefahr gebannt sein.







