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Symbolfoto
Ein Bild auf 5min.at zeigt eine verzweifelte Frau und Geldscheine.
Das große Sparpaket der neuen Regierung wird jeden Österreicher bares Geld kosten.

Österreichs Sparpläne kosten jeden Bürger hunderte Euro

Österreich muss mehrere Milliarden Euro in den kommenden Jahren sparen - alleine 2025 sind es mehr als sechs Milliarden, die etwa durch das Ende des Klimabonus, erhöhte Steuern & Co. hereingeholt werden.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
2 Minuten Lesezeit(426 Wörter)
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Bereits in den vergangenen Tagen wurde klar, dass es die neue Bundesregierung bestehend aus ÖVP, SPÖ und NEOS ernst meint, wenn es ums Sparen geht – und das ist auch notwendig, will man ein Defizitverfahren der EU noch abwenden. Mehrere Steuern werden dabei schon mit April erhöht, mehr dazu hier: Steuer-Hammer! Was die Österreicher ab 1. April erwartet. Mehr als 1,2 Milliarden Euro erwartet man sich durch diese Maßnahmen, betroffen werden vor allem Raucher, E-Auto-Besitzer, Personen, die gerne eine Photovoltaikanlage hätten, und Wett-Fans. Zudem wird die Bildungskarenz vorerst eingestampft, ab 2026 soll es dann eine Nachfolgeregelung geben.

Klimabonus wird abgeschafft

Zusätzlich zu den bereits erwähnten Maßnahmen, findet man im Regierungsprogramm auch folgenden Punkt wieder: „Abschaffung des Klimabonus, bei gleichzeitiger Teilkompensation für Pendlerinnen und Pendler in Form eines Absetzbetrages ab 1. Jänner 2026.“ Alleine das Klimabonus-Ende bringt dem Staat mehrere Milliarden und kostet jeden Österreicher wiederum hunderte Euro.

Bild auf 5min.at zeigt eine Tabelle.
©BMF
Diese Tabelle zeigt, welchen Beitrag am Sparpaket sich der Staat von den unterschiedlichen Maßnahmen erwartet.

Auch bei Pensionisten wird gespart

Ebenfalls nicht gänzlich ausgeschlossen von den Maßnahmen sind auch Pensionisten. Bis 2031 sollen hier durch einen Mix von Maßnahmen – wie etwa der Erhöhung des faktischen Pensionsalters – 2,9 Milliarden Euro gespart werden. Doch nicht nur das, durch die Erhöhung des Krankenversicherungsbeitrags von 5,1 auf sechs Prozent (was einer Erhöhung von fast 18 Prozent bezogen auf die KV-Beiträge entspricht) werden Pensionisten ebenfalls teils hunderte Euro verlieren. Mehr dazu hier: Ab diesem Tag werden Pensionen in Österreich gekürzt. Im Pensionsbereich soll es aber auch Gewinner geben – das sind jene Menschen, die in ihrem Ruhestand weiter arbeiten.

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Bundesgebühren sollen steigen: Führerschein und Pass werden teurer

Ebenfalls teurer werden künftig wohl der Führerschein und der Pass sein. Die Bundesgebühren sollen nämlich erhöht werden, seit 2010 ist das nicht mehr geschehen. Dementsprechend heftig könnte eine Erhöhung ausfallen, seitdem hat die Gesamtinflation über 40 Prozent betragen. Noch ist aber unklar, wie stark und wann diese steigen werden, im Regierungsprogramm heißt es dazu nur: „Nachvalorisierung der Bundesgebühren“. Doch auch bei Spitzenverdienern wird „gespart“ – oder zumindest der Spitzensteuersatz noch mindestens vier Jahre lang beibehalten.

Bankenabgabe kommt doch, Energieversorger zahlen auch mit

Jener Brocken, der im Jänner noch für den Abbruch der ersten Verhandlungen zwischen ÖVP, SPÖ und NEOS gesorgt hat – die Bankenabgabe – steht nun jedenfalls ebenfalls im Programm. Sowohl die Banken als auch Energieversorger müssen tiefer in die (Geld-)Taschen greifen. Die Bankenabgabe steigt 2025 und 2026 von 150 auf 500 Millionen Euro an, Energieversorger sollen jährlich 200 Millionen Euro zur Budgetsanierung beitragen.

Wo jetzt überall gespart werden soll:

  • Spitzensteuersatz wird um vier Jahre verlängert
  • KV-Erhöhung für Pensionisten von 5,1 auf sechs Prozent
  • Klimabonus wird abgeschafft
  • Steuererhöhungen für PV-Anlagen, E-Autos, Raucher und Wetten
  • Bildungskarenz wird abgeschafft und durch Nachfolgeregelung ersetzt
  • Bundesgebühren werden nachvalorisiert, Pass und Führerschein könnten deutlich teurer werden
  • Bankenabgabe von 150 auf 500 Millionen Euro jährlich angehoben (für 2025 und 2026)
  • Übergewinnsteuer für Energieunternehmen

Häufig gestellte Fragen

Bei Pensionisten sollen bis 2031 insgesamt 2,9 Milliarden Euro hereinkommen. Das geschieht unter anderem durch die Erhöhung des faktischen Pensionsalters durch Anreize für Arbeiten im Alter. Gleichzeitig werden auch die Krankenversicherungsbeiträge von 5,1 auf sechs Prozent erhöht.

Der Klimabonus wird von der neuen Regierung abgeschafft und wird im Herbst 2025 dementsprechend nicht mehr ausbezahlt.

Ab April werden in Österreich die Tabaksteuer und die Wettgebühr erhöht, zudem werden E-Autos in die motorbezogene Versicherungssteuer einbezogen, der Spitzensteuersatz wird verlängert und die Umsatzsteuerbefreiung für Photovoltaikanlagen abgeschafft.

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