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Das Bild auf 5min.at zeigt Polizisten bei einer Pressekonferenz in Graz.
Im Zuge eines Pressestatements wurden Freitagvormittag in Graz nähere Informationen zu der bundesweiten Großrazzia bekannt gegeben.

Bundesweite Razzia: Das ist der Grund für den Großeinsatz

Freitagfrüh kam es zu bundesweiten Hausdurchsuchungen. Über 400 Polizisten standen dabei im Einsatz. Die Beamten geben nun in einem ersten Pressestatement nähere Details zu den Hintergründen bekannt.

von Anja Mandler
3 Minuten Lesezeit(559 Wörter)
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Seit den frühen Morgenstunden des heutigen Freitags, 21. März 2025, stehen bundesweit mehr als 400 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz. Nur die Bundesländer Kärnten und Vorarlberg waren nicht betroffen. Gemeinsam mit zahlreichen Kriminalisten, Spezialkräften des Einsatzkommandos COBRA und der WEGA sowie der Staatsanwaltschaft Graz führen sie zeitgleich Hausdurchsuchungen an unterschiedlichen Örtlichkeiten unter Federführung steirischer Ermittlungsbehörden durch. Es kam zu mehreren Festnahmen.

Großrazzia: Polizei gibt Hintergründe bekannt

Nähere Informationen konnten aus kriminaltaktischen Gründen zunächst nicht preisgegeben werden. die Polizei betonte jedoch ausdrücklich, dass zu keinem Zeitpunkt eine konkrete Gefahr für die Bevölkerung bestand. Medienberichte, wonach die Einsätze in Verbindung mit Pädophilie-Fällen stehen sollen, wurden seitens der Polizei bereits dementiert. Im Laufe des Vormittags luden die Beamten zu einem ersten Pressestatement ein, bei dem nähere Informationen zu den Hintergründen bekannt gegeben wurden. 5 Minuten ist für euch vor Ort.

Das ist der Grund für die Großrazzia in Österreich

Der stellvertretende Landespolizeidirektor, Generalmajor Joachim Huber informierte im Zuge dessen über den Grund des Einsatzes und erste Erkenntnisse. Grund für die Großrazzia waren demnach schwerste Straftaten in Verbindung mit „Hate Crime“. „Bisher kam es zu 23 Hausdurchsuchungen und 15 Festnahmen“, so Huber. Unter diesen Tatverdächtigen befinden sich elf Österreicher, ein Kroate, ein Deutscher, ein Slowake und ein Rumäne. Bei dem Großeinsatz handelte es sich um einen „dringend erforderlichen Schlag gegen Hasskriminalität“, heißt es. Konkret wird von Hate Crimes gegen die Homosexuellenszene gesprochen. Von der Steiermark ausgehend hatte sich die Tätergruppe österreichweit vernetzt.

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Ursprung der Amtshandlung waren mehrere Raubüberfälle im Mai und Juni letzten Jahres in Graz. Ermittlungen hätten gezeigt, dass es dabei eben nicht nur um klassischen Straßenraub ging, sondern um Hate Crimes, berichtet Brigadier Michael Lohnegger. Da sich die Fälle häuften, wurde im Oktober 2024 eine eigene Ermittlergruppe (AG Venator) dafür gegründet.

So brutal ging die Tätergruppe vor

Die Details, die die Beamten im Zuge der Pressekonferenz bekanntgeben, schockieren. So soll die Tätergruppe Fake-Accounts erstellt und Treffen vereinbart haben, um so ihre Opfer an abgeschiedene Plätze locken zu können. Dort kam es dann zu absichtlich schwerer Köperverletzung und in einem Fall sogar zu versuchtem Mord. Die Opfer wurden erniedrigt, ausgeraubt und dabei teilweise auch gefilmt. „Die Täter wurden immer brutaler, die Verletzungen immer schlimmer. Die Erniedrigungen nahmen ein immenses Ausmaß an“, berichten die Beamten. Unter den bisher festgenommenen Tatverdächtigen befinden sich zwölf Männer und drei Frauen. Bekannt sind bisher 17 strafrechtlich relevante Vorfälle dieser Art. Die Dunkelziffer dürfte allerdings höher ausfallen. Besonders schockierend: Der jüngste Tatverdächtige ist erst 14 Jahre alt, der älteste 26. Ihr Motiv: Die Täter, die sich selbst als „Pedo-Hunter“ bezeichnen, wollen „Pädophile aus der Gesellschaft holen“. Dabei sei ihnen aber sehr wohl bewusst, dass die Opfer gar nicht pädophil sind, so die Polizei.

Polizei appelliert: Weitere Opfer sollen sich melden

Bei den Hausdurchsuchungen wurden außerdem Waffen, Suchtmittel und Gegenstände nach dem Verbotsgesetz sichergestellt. Zu der Identität der Opfer wurden bislang noch keine näheren Informationen bekannt gegeben. Die Polizei appelliert jedoch eindringlich, dass eventuell weitere Opfer dieser Straftaten sich melden sollen.

Der Artikel wird laufend ergänzt.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 21.03.2025 um 11:51 Uhr aktualisiert
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