Hunderte Autos beschädigt: So geht es im Fall der Grazer Autokratzerin weiter
Derzeit häufen sich wieder Meldungen von zerkratzen Autos in der Grazer Innenstadt. "So kann es nicht weitergehen“, betont Bürgermeisterin Elke Kahr. Seitens der Stadt wird nun Hilfe angeboten.
Bereits vor einigen Jahren sorgte eine Grazerin für Aufsehen, indem sie massenweise Autos zerkratze. Hunderte Anzeigen sollen bereits Vorliegen. Aktuell scheint die Frau wieder in der Grazer Innenstadt unterwegs zu sein – die Meldungen häufen sich erneut. 5 Minuten berichtete: Wird Graz erneut von Autokratzerin heimgesucht?
Bürgermeisterin Elke Kahr: „Vorgänge müssen ein Ende haben“
Man bemühe sich um eine Lösung für die Situation. „Für jene Grazerin, die derzeit durch das Zerkratzen zahlreicher Autos hohen Sachschaden anrichtet und rechtlich dafür nicht belangbar ist, wird eine Unterbringung in einer betreuten psychosozialen Wohnform angestrebt“, das gab Bürgermeisterin Elke Kahr nach einem Gespräch mit Polizei, Erwachsenenvertretung und Sozialamt bekannt. Die 43-jährige Frau hat bereits ab dem Jahr 2013 im Stadtgebiet zahlreiche Fahrzeuge beschädigt. Sie leidet unter einer psychischen Erkrankung und war längere Zeit untergebracht. „Es ist wichtig, dass sie wieder eine umfassende Betreuung bekommt, zum Schutz für potenziell Betroffene, aber auch vor sich selbst. So kann es nicht weitergehen“, betont Bürgermeisterin Elke Kahr.
Hilfe für „Autozerkratzerin“, Schutz für Fahrzeuginhaber
Die Erwachsenenvertretung wird ihren Antrag auf betreutes Wohnen erneuern und mit Hilfe des Bürgerservice der Polizei ermöglichen, dass so bald wie möglich eine Abklärung zur Unterbringung vorgenommen wird. Diese Betreuungsplätze haben jedoch einen zeitlichen Vorlauf. In diesem Zusammenhang ist der Hinweis wichtig, dass es rechtlich keine Möglichkeit zu Zwangsmaßnahmen gibt, heißt es in der Aussendung. Die Bürgermeisterin und andere städtische Stellen unterstützen die Suche nach einem geeigneten Platz und ist in Kontakt mit unterschiedlichen Trägern der psychosozialen Versorgung.