Tausende Österreicher bekommen jetzt 150-Euro-Brief
Immer im Herbst und im Frühling gibt es mittlerweile seit geraumer Zeit einen Schulstart-Bonus für Kinder von armutsbetroffenen Familien. Verspätet kommt auch dieses Jahr wieder der 150-Euro-Bonus - mit einer Änderung im Gepäck.
Eigentlich findet die Aktion „Schulstartplus“ des Sozialministeriums im Frühjahr immer rund um die Semesterferien statt, in diesem Jahr haben sich die Betroffenen knapp zwei Monate länger gedulden müssen. Grund dafür ist eine Neuerung, wie das Ministerium gegenüber 5 Minuten erklärt, der 150-Euro-Gutschein ist ab sofort als Bezahlkarte in einer App am Smartphone verfügbar. Die Verständigungsschreiben inklusive Aktivierungscode für die App dafür sollen per Brief von den Landessozialreferaten ab sofort dann auch in den anspruchsberechtigten Haushalten eintrudeln. Lediglich im Burgenland, Tirol (beide starten mit dem Versand ab 14. April) und in Vorarlberg (Versand startet „später“) muss man sich noch etwas länger gedulden, so das Sozialministerium in einer Aussendung.
Welche Voraussetzungen gelten für den 150-Euro-Bonus?
- Familien mit Schulkindern, die im Dezember 2024 Mindestsicherung oder Sozialhilfe bezogen haben, werden unterstützt.
- Bezugsberechtigt sind Schüler und Lehrlinge bis teilweise inklusive zum 24. Lebensjahr (geboren zwischen 31. August 2000 und 1. September 2018).
- Rund 54.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind anspruchsberechtigt.
Das könnt ihr euch mit den 150 Euro vom Staat kaufen
„Für Familien, die Mindestsicherung beziehen, ist der Schulstart eine besondere finanzielle Herausforderung. Die 150 Euro sollen dazu beitragen, dass man alles Wichtige und Notwendige für die Schule oder für die Ausbildung besorgen kann“, erklärt dazu Sozialministerin Korinna Schumann. Mit dem Geld, das auf der Bezahlkarte ist, können übrigens in ganz Österreich Schulartikel, Lebensmittel, Bekleidung und Hygieneartikel im stationären Handel gekauft werden.
Neue App für 150-Euro-Bonus in mehreren Sprachen verfügbar
Um die Artikel auch kaufen zu können, braucht man jedenfalls nun neu die „Schulstart“-App, die im Apple Store und im Google Play Store heruntergeladen werden kann. Diese ist neben Deutsch und Englisch auch in den Sprachen Dari/Farsi, Arabisch, Serbisch, Türkisch, Russisch und Französisch verfügbar. Aber Achtung: „Die Bezahlkarte muss bis 30. Juni 2025 in der App freigeschaltet werden.“ Verwendet werden kann sie dann bis 31. Dezember 2025. Aktuelle Updates und weitere Informationen gibt das Sozialministerium hier online.
Gehen deine Kinder noch in die Schule?
Sparpläne kommen Schulstart-Bonus nicht in die Quere
Wer übrigens wegen der Sparpläne und dem Spardruck der Regierung schon mit den Schulstart-Boni abgeschlossen hat, den können wir beruhigen. „Die Aktion ‚Schulstartplus!‘ als Ergänzung zu ‚Schulstartklar!‚ sowie die Erhöhung der Gutscheine auf 150 Euro pro Schüler bzw. Lehrling ist gesetzlich bis Ende 2026 abgesichert“, heißt es aus dem Ministerium auf Nachfrage von 5 Minuten.
Häufig gestellte Fragen
Unterstützt werden Familien mit Schulkindern in Österreich, die im Dezember 2024 Mindestsicherung oder Sozialhilfe bezogen haben. Dabei sind Schüler und Lehrlinge bis zum 24. Lebensjahr (geboren zwischen 31. August 2000 und 1. September 2018) bezugsberechtigt. Das sind am Ende des Tages rund 54.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Österreich.
Ausgegeben werden kann er für Schulartikel, Bekleidung, Hygieneartikel und Lebensmittel im stationären Handel in ganz Österreich.
Der Brief kommt in sechs von neun Bundesländern ab sofort. Im Burgenland und Tirol startet der Versand ab 14. April, in Vorarlberg „später“, so das Sozialministerium in einer Aussendung. Zuständig für den Versand sind die Landessozialreferate.