
Grasser muss ins Gefängnis – jetzt ist klar, bis wann er dort sein muss
Lange ist verhandelt worden, viel ist in den vergangenen Jahren passiert, nun ist es aber so weit: Karl-Heinz Grasser und Walter Meischberger müssen ins Gefängnis - und das binnen eines Monats.
Langweilig ist es um die Personalie Karl-Heinz Grasser – Österreichs Finanzminister Anfang der 2000er-Jahre – in den letzten Jahren kaum geworden. Nun überschlagen sich die Ereignisse aber förmlich. Nachdem er im Rahmen des Buwog-Skandals Ende März zu vier Jahren Haft verurteilt wurde, ist seit gestern klar: Der ehemalige Finanzminister dürfte auch pleite sein, hat er doch Privatinsolvenz angemeldet. Mehr dazu hier: Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser stellt Antrag auf Privatinsolvenz.
Auch Walter Meischberger muss ins Gefängnis
Und nun ist es auch endgültig so weit: Der Haftbefehl wurde sowohl ihm als auch Lobbyist Walter Meischberger (dreieinhalb Jahre Haftstrafe) zugestellt, wie Medien berichten. Das bedeutet, dass sich die beiden besser früher als später im Gefängnis einfinden sollen. Die Frist läuft, sie haben einen Monat lang Zeit. Alles zum Urteil findet ihr hier: Urteil im Buwog-Prozess: Vier Jahre Haft für Grasser.
Der Buwog-Skandal im Überblick:
Was ist der Buwog-Skandal?
Der Buwog-Skandal dreht sich um den Verkauf von 60.000 Bundeswohnungen in Österreich im Jahr 2004. Es wird behauptet, dass im Zusammenhang mit diesem Verkauf Bestechungsgelder und Schmiergelder geflossen sind, um den Zuschlag an einen privaten Investor zu vergeben.Hauptbeteiligte:
- Karl-Heinz Grasser (ehemaliger Finanzminister)
- Walter Meischberger (Lobbyist)
- Peter Hochegger (Lobbyist)
Vorwurf:
Bestechung, Amtsmissbrauch und unrechtmäßige Einflussnahme beim Verkauf der Wohnungen