Von der Sommerresidenz zum Sorgenkind: Kein Käufer für Sisis Lieblingshotel
Einst residierte Kaiserin Elisabeth von Österreich (Sisi) in dem prächtigen Haus – heute steht das Grand Hotel Imperial im Trentino leer. Seit der Schließung im Jänner 2024 sucht man vergeblich nach einem Investor.
Das „Grand Hotel Imperial“ in Levico Terme ist seit Jänner 2024 geschlossen – und das wird wohl vorerst so bleiben. Ende des 19. Jahrhunderts fungierte das imposante Hotel im italienischen Trentino noch als Sommerresidenz der Kaiserin Elisabeth von Österreich, im Volksmund liebevoll „Sisi“ genannt. Doch mittlerweile ist von Ruhm und Glanz nur mehr wenig über.
Kein neues Leben für Sisis Sommerresidenz
Obwohl das Hotel als Aushängeschild der Region gilt, scheint niemand bereit zu sein, die Zügel in die Hand zu nehmen und ihm „neues Leben einzuhauchen“, wie das italienische Medium „Corriere del Trentino“ es umschreibt. Nach der Schließung im Jänner 2024 aufgrund fortwährender roter Zahlen wurden 32 Mitarbeiter entlassen und es erfolgte eine Bewertung der Anlage, zu der neben dem Hotel auch der Habsburger Park und die „Villa Sissi“ (eine exklusive Suite, benannt nach der Kaiserin) gehören. Dabei wurde ein stolzer Wert von 10 Millionen Euro festgestellt.
Konkrete Angebote blieben aus
Vergangenen Dezember wurde eine neue Ausschreibung veröffentlicht, bei der der Preis auf 8,4 Millionen Euro gesenkt wurde, was jedoch an die Bedingung geknüpft war, dass in den ersten vier Jahren ein Mindestinvestment von 3,5 Millionen Euro getätigt werden muss. Doch niemand zeigte ernsthaftes Interesse und die Ausschreibung lief aus, wie der Corriere del Trentino berichtete. Zwar sollen sich einige Interessenten gemeldet haben, ein konkretes Angebot wurde jedoch nicht gestellt. Doch in Trentino gibt man die Hoffnung nicht auf. Seitens der Firma „Patrimonio del Trentino spa“ heißt es, dass in naher Zukunft gemeinsam mit Provinz und Gemeinde Strategien geprüft werden sollen, um das bis dato lose Interesse in konkrete Angebote umzuwandeln. Bis auf Weiteres bleiben die Türen des geschichtsträchtigen Anwesens, auf dessen Pfaden die österreichische Kaiserin einst wandelte, jedoch geschlossen.