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/ ©Fotomontage: Canva
Foto in Beitrag von 5min.at: Zu sehen ist ein älterer Mann mit einem Stift in der Hand, hinter ihm ist eine Uhr und daneben eine Gelddose, wo Pension draufsteht.
Vor allem Pensionisten mit hohem Bedarf an Medikamenten und nicht zu hoher Pension können von der Entlastungsmaßnahme profitieren.

Wie Pensionisten in Österreich trotz Kürzung profitieren könnten

Schon bald ist es so weit, dann werden die Krankenversicherungs-Beiträge in Österreich für Pensionisten erhöht. Zusätzlich zu dieser Kürzung soll es aber auch eine Entlastungsmaßnahme geben. Wir haben die Infos für euch.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
2 Minuten Lesezeit(500 Wörter)
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Millionen Österreichern wird mit 1. Juni die Pension gekürzt – zumindest Netto. Dann sollen nämlich die Krankenversicherungs-Beiträge von 5,1 auf sechs Prozent ansteigen. Das wird die Betroffenen teils hunderte Euro pro Jahr kosten. Dabei handelt es sich übrigens nicht um die einzige Änderung im österreichischen Pensionssystem. Gerade kürzlich wurden zahlreiche Maßnahmen angekündigt, um etwa das faktische Antrittsalter anzuheben. Mehr dazu hier: Pensionsreform in Österreich: Wie lang du jetzt noch arbeiten musst.

„Deckelung der Rezeptgebühren mildern den Effekt für Menschen mit geringeren Pensionen ab“

Gleichzeitig hat die Regierung allerdings auch Kompensationsleistungen für Österreichs Älteste angekündigt. „Mit der Deckelung der Rezeptgebühren mildern wir den Effekt für Menschen mit geringeren Pensionen auch ab“, meinte dazu etwa Finanzminister Markus Marterbauer im Interview mit 5 Minuten kürzlich. Das vollständige Interview findet ihr hier: Finanzminister: „Vertraue darauf, dass die ältere Bevölkerung weiß…“.

Foto in Beitrag von 5min.at: Zu sehen ist Finanzminister Markus Marterbauer hinter dem Pult im Parlament bei einem Redebeitrag.
©Parlamentsdirektion/Thomas Topf
Finanzminister Markus Marterbauer ist gegenüber 5 Minuten Rede und Antwort gestanden.

Rechenbeispiele zeigen, wie sich Entlastung für Pensionisten auswirken könnte

Das Sozialministerium hat 5 Minuten nun einige Rechenbeispiele zukommen lassen, die zeigen, wie dieser Deckel der Rezeptgebühren wirkt und wo er am meisten bringt. Bei den Beispielen wird angenommen, dass zehn Medikamente pro Monat gebraucht werden, wovon sechs preislich unter der Rezeptgebühr liegen. Die betroffene Person würde dann 794,40 Euro im Jahr bezahlen, wobei 362,40 über der Rezeptgebühr liegen würden.

Beispiel 1: Durchschnittspension von Frauen

Geht man nun von der Durchschnittpension von Frauen – ein Netto-Einkommen von rund 1.300 Euro monatlich – aus, ergibt sich eine persönliche Rezeptgebührenobergrenze von 364 Euro derzeit (zwei Prozent vom Jahresnettoeinkommen). Aktuell würde sie damit noch knapp über den 362,40 Euro bezahlter Rezeptgebühren liegen und die volle Summe zahlen müssen. Zum Erreichen einer Arzneimittelobergrenze, die im Gespräch ist, tragen jedoch die übrigen Rechnungen unter der Rezeptgebühr bei, liegt diese Obergrenze dann wie geplant bei 1,5 Prozent des Jahresnettoeinkommens, erspart sich besagte Pensionistin 521,40 Euro.

Wie viel Pension bekommst du netto?

Unter 1.000 Euro
Zwischen 1.000 und 1.500 Euro
Zwischen 1.500 und 2.000 Euro
Zwischen 2.000 und 2.500 Euro
Zwischen 2.500 und 3.000 Euro
Mehr als 3.000 Euro

Beispiel 2: Durchschnittspension von Männern

Ein zweites Beispiel geht von der Durchschnittspension der Männer aus – immerhin 2.000 Euro netto pro Monat. Die persönliche Rezeptgebührenobergrenze würde hierbei bei 560 Euro und damit deutlich über jenen 362,40 liegen. Auch hier würden bei einer Arzneimittelobergrenze aber die Kassenrezepte unter der Rezeptgebühr wieder den Ausschlag geben. Von den 794,40 Euro erspart er sich bei einer Grenze von 1,5 Prozent 374,40 Euro. Hat man also einen größeren Medikamentenbedarf und eine nicht allzu hohe Pension, wird durch diese Maßnahme der Regierung die Erhöhung der KV-Beiträge mehr als wettgemacht.

Beispiele im Überblick:

Angenommen werden Gesamtkosten für Medikamente von 794,40 Euro pro Jahr:

  • Durchschnittspension bei Männern (2.000 Euro netto monatlich): Ersparnis bei Arzneimittelkostenobergrenze von 1,5 Prozent von 374,40 Euro
  • Durchschnittspension bei Frauen (1.200 Euro netto monatlich): Ersparnis bei Arzneimittelkostenobergrenze von 1,5 Prozent von 521,40 Euro

Was die KV-Beitragserhöhung Pensionisten in Österreich kosten wird

Über die KV-Beitragserhöhung haben wir bereits mehrmals berichtet. Diese wirken sich direkt auf die Netto-Auszahlung von Pensionisten aus und fordert von diesen beispielsweise jährliche Mehrkosten von 187 Euro (bei einer Bruttopension von 1.500 Euro im Monat). Die genauen Werte für unterschiedliche Auszahlungshöhen hat Bernhard Angeler von der Webentwicklungsfirma „BAWS“, die einen neuen Finanzrechner entwickelt haben, gegenüber 5 Minuten zusammengefasst.

Brutto pro MonatNetto pro Monat (5 Prozent KV)Mit 6 Prozent KVMehrbelastung pro Jahr
1.2001.1391.128151
1.5001.4241.410187
1.7001.5961.584176
2.0001.8011.790163
2.5002.0842.071203
3.0002.3952.376278
3.5002.6932.675286
4.0002.9782.957327
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