Graz startet Pilotprojekt mit Pfandringen an Mistkübeln
Graz testet Pfandringe im öffentlichen Raum - erste Station ist der Hauptbahnhof. Wer künftig eine Pfandflasche loswerden will, kann sie einfach in einen Sammelring stecken. Die Stadt folgt damit dem Vorbild von Innsbruck und Linz
Was in Städten wie Linz oder Innsbruck längst Alltag ist, wird jetzt auch in der steirischen Landeshauptstadt getestet: eigene Pfandringe im öffentlichen Raum. Die Idee? Flaschen nicht achtlos in den Mistkübel, sondern sinnvoll in den Kreislauf zurückführen und dabei sogar noch Gutes tun. Die Grazer Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grüne) setzt auf die Kombination aus Umweltschutz und sozialem Mehrwert: „Wir wollen etwas Gutes mit den Pfandflaschen tun und testen, wie ein bewussterer Umgang mit Pfand funktionieren kann. Es geht um Ressourcen, um soziale Verantwortung – und darum, Kreislaufwirtschaft konkret zu leben.“
Erster Schritt: Eventkörbe statt Müllberge
Bereits bei städtischen Veranstaltungen werden sogenannte „Eventbaskets“ aus Karton aufgestellt – eigene Sammelboxen für Pfandflaschen, bereitgestellt von der Holding Graz. Der Pilotstart erfolgt am 24. Mai 2025 beim Zinzengrinsen, ein weiterer Einsatz ist für den Christopher Street Day am 28. Juni 2025 geplant. Das Besondere? Alle gesammelten Pfandbeträge werden gespendet.
Nächste Station: Grazer Hauptbahnhof
Der Pfandring am Hauptbahnhof, dem laut Holding meist frequentierten Mistkübel der Stadt, ist der nächste große Schritt. Auch hier lautet das Ziel: Pfand sichtbar und einfach trennbar machen. Vizebürgermeisterin Schwentner zeigt sich optimistisch: „Ein super Projekt der Holding – innovativ gedacht, praktisch umgesetzt. Wir schauen uns genau an, wie gut das angenommen wird. Wenn’s funktioniert, folgen weitere Schritte.“