Bombendrohungen überschwemmen Österreich: Fünf Bundesländer betroffen
In fast ganz Österreich gingen heute und gestern Bombendrohungen gegen Schulen ein. Die Polizei hat alle Hände voll zu tun.
Zuerst wurden Bombendrohungen gegen Schulen in Niederösterreich und Oberösterreich bekannt. Nun folgen die Steiermark und Wien, auch in Villach wurde eine Schule evakuiert. Die Drohungen gingen per Mails ein.
Mindestens fünf Bundesländer betroffen
Mindestens fünf Bundesländer sind derzeit aufgrund von Bombendrohungen in Alarmbereitschaft. Die Polizei hat alle Hände voll zu tun. Zig Schulen wurden evakuiert. Auch im Burgenland soll eine Berufschule betroffen sein. Auch an vier steirischen Schulen in Mureck, Bad Gleichenberg, Hartberg und der Südoststeiermark laufen aktuell Polizeieinsätze. Die Gebäude wurden aus Sicherheitsgründen evakuiert und auf gefährliche Gegenständen und Sprengstoff untersucht.
Auch in Villach Schule evakuiert
Am Vormittag des 26. Mai herrschte im Villacher Gymnasium St. Martin Ausnahmezustand: Eine per E-Mail eingegangene Mitteilung führte zur kurzfristigen Räumung der Schule, wie Stadtpolizeikommandant Erich Londer gegenüber 5 Minuten bestätigte. Um eine Bombendrohung soll es sich bei der Nachricht nicht gehandelt haben, vielmehr um „eine Information, die keinen Sinn gehabt hat“, erklärte Londer.
Das sagt die Wiener Polizei
In den vergangenen Tagen und Stunden sind bei verschiedenen Einrichtungen Bombendrohungen eingegangen. Die Polizei nimmt derartige Drohungen ernst und hat in allen Fällen umgehend mit individuell als notwendig erachteten operativen Standardprozessen reagiert. Die eingeleiteten Maßnahmen dienen der Gefahrenabwehr, bisher liegen keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdungslage vor. Umfangreiche Ermittlungen wurden eingeleitet. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich bei Bombendrohungen um keine Bagatelldelikte handelt. Die Verursacher haben mit hohen Strafen zu rechnen. Aus ermittlungstaktischen Gründen können derzeit keine weiteren Auskünfte erteilt werden.
Update 15.30 Uhr: Sechs Bundesländer betroffen
Mittlerweile sind sechs Bundesländer von den Bombendrohungen betroffen: Neben Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark, Kärnten und Wien auch das Burgenland. Allein in Niederösterreich wurden laut Polizei über 20 Schulen per E-Mail bedroht. In Oberösterreich und der Steiermark richteten sich die Drohmails vor allem gegen Berufs- und berufsbildende Schulen. Die Polizei setzte Spürhunde und Sprengstoffexperten ein, gefährliche Gegenstände wurden bisher nicht gefunden. In Eisenstadt wurden betroffene Schüler vorübergehend im Allsportzentrum untergebracht. Bildungslandesrat Stefan Hermann (FPÖ) dankte den Einsatzkräften und betonte, dass die Verantwortlichen rasch ausgeforscht werden müssten. Das Innenministerium und mehrere Polizeisprecher erinnerten daran, dass es sich bei solchen Drohungen um strafbare Handlungen handelt, die kein Bagatelldelikt darstellen. (APA/red; 26.05.2025)