Jetzt fix: Pensionen werden gekürzt, Millionen Österreicher betroffen
Jetzt ist es also endgültig fix. Mehrere Sparmaßnahmen der Bundesregierung haben am Dienstag, 27. Mai 2025, die letzte Hürde genommen. Darunter fällt auch die Anhebung der Krankenversicherungsbeiträge für Pensionisten.
Die Sparmaßnahmen der Bundesregierung waren am Dienstag, 27. Mai 2025, Thema im Bundesrat, wo diese auch mehrheitlich fixiert wurden. Neben den von 5,1 auf sechs Prozent erhöhten KV-Beiträgen wurde auch die Anhebung dutzender Bundes- und Konsulargebühren aber auch Entlastungsmaßnahmen, wie die Anhebung der maximalen Sozialversicherungs-Rückerstattung für Pensionisten und das vorübergehende Einfrieren der Rezeptgebühr beschlossen.
KV-Beitragserhöhung sorgt für Mehrbelastung von teils hunderten Euro
Über die Erhöhung der KV-Beiträge für Pensionisten haben wir bereits berichtet, nun ist also auch endgültig klar, dass diese ab 1. Juni bzw. für manche Gruppen auch erst ab 1. Jänner 2026 ansteigen werden. Das sorgt für eine Mehrbelastung der Ältesten in Österreich von teils mehreren hundert Euro. Mehr dazu hier: Pensionen werden gekürzt, Österreicher müssen länger arbeiten.
Juni 2025 oder Jänner 2026? Ab wann KV-Beiträge für Pensionisten jetzt erhöht werden
Die allermeisten Pensionisten werden bereits mit Juni 2025 von der Maßnahme betroffen sein.
Erst ab 1. Jänner 2026 gilt das jedenfalls auch für Ergänzungszulagenbezieher nach dem Pensionsrecht der öffentlich Bediensteten.
Wie viel Pension bekommst du netto?
Pensionisten sollen auch entlastet werden
Doch nicht nur eine Kürzung steht am Programm, es soll auch Entlastungsmaßnahmen geben. So wird die maximale Sozialversicherungs-Rückerstattung (Negativsteuer) für Pensionisten von 637 auf 710 Euro angehoben und die Rezeptgebühr für das Jahr 2026 vorübergehend eingefroren. Künftig sollen zusätzlich auch Medikamente, die weniger als die Rezeptgebühr kosten, in den Deckel eingerechnet und dieser in den Jahren 2027 bis 2030 schrittweise von zwei auf 1,5 Prozent des Jahresnettoeinkommens gesenkt werden. Maßnahmen, die vor allem kleinere Pensionen entlasten sollen.
FPÖ sehen „massiven Angriff“, Grüne vermissen Klimaschutz
Die FPÖ spricht in der darauf folgenden Debatte von einem „massiven Angriff auf die Bürger des Landes“. Das Belastungspaket sei „unsozial“, so die Kritik. Ebenfalls kritisch dazu äußern sich die Grünen, die zu wenige Investitionen in den Klimaschutz sehen. Die Grünen „vermissen“ auch eine „zukunftsorientierte Budgetpolitik“. Die Budgetsanierung würde auf Kosten des Klimaschutzes und der sozialen Treffsicherheit erfolgen.
ÖVP, SPÖ & NEOS: „Guter Kompromiss und gute Mischung an Maßnahmen“
Wenig überraschend am selben Strang ziehen die drei Regierungsparteien. Man möchte „sparen und gezielt investieren“, meint etwa die ÖVP, die einen „guten Kompromiss und eine gute Mischung an Maßnahmen“ sieht. Die SPÖ erklärt, man führe Österreich „aus der Krise“. Das kommunale Investitionsprogramm sieht man als „starken Impuls für die regionale Entwicklung“. Als „unverantwortlich“ bezeichnen die NEOS die „Koste es, was es wolle“-Mentalität und die „grüne Gießkanne“ der vergangenen Bundesregierung. Die jetzige Regierung würde „nicht nur an morgen, sondern an übermorgen“ denken.
Häufig gestellte Fragen
Für den größten Teil der Pensionisten wird das schon ab Juni 2025 der Fall sein, für Ergänzungszulagenbezieher nach dem Pensionsrecht der öffentlich Bediensteten dann ab 1. Jänner 2026.
Die KV-Beiträge steigen von 5,1 auf sechs Prozent, eine Erhöhung von mehr als 17 Prozent der vorherigen KV-Beiträge.
Das bedeutet eine Mehrbelastung von teilweise mehreren hundert Euro. Wer mehr bekommt, muss dementsprechend auch mehr draufzahlen, aber auch Menschen mit niedriger Pension verlieren dadurch größtenteils über 150 Euro im Jahr von ihrer Netto-Auszahlung.