165 Millionen Euro: Megaverkehrsprojekt in Klagenfurt beerdigt
Das Klagenfurter Verkehrsgroßprojekt KEBIP wird eingestellt: Grund sind unter anderem die enormen Kosten von rund 165 Millionen Euro – angesichts der finanziellen Lage der Stadt sind diese nicht tragbar.
Am kommenden Dienstag wird Vizebürgermeister und Umweltreferent Patrick Jonke im Stadtsenat einen Bericht präsentieren, der die Entscheidung betrifft, das Projekt KEBIP nicht weiterzuverfolgen. „Dieses Projekt sollte ursprünglich innovative Ansätze zur Verbesserung des öffentlichen Verkehrs in Klagenfurt bieten, doch nach eingehender Analyse und Diskussion mit Stadträtin Sandra Wassermann, der Referentin für den Öffentlichen Personennahverkehr, wurde der Entschluss gefasst, das Vorhaben zu beenden“, erklärt die Stadt Klagenfurt in einer Presseaussendung am 28. Mai.
Was ist „KEBIP“?
Das Projekt KEBIP (Klagenfurt Electric Bus Investment Project) ist eine Maßnahme zur Dekarbonisierung des öffentlichen Verkehrs in Klagenfurt. Im Rahmen von KEBIP würden nicht nur Elektrobusse angeschafft, sondern auch die dazugehörige Infrastruktur für das Laden und den späteren Betrieb der neuen, emissionsfreien Fahrzeuge.
Megaprojekt finanziell nicht tragbar
Die Umsetzung des Projekts hätte allerdings geschätzte Kosten von 165 Millionen Euro zur Folge gehabt, was in der aktuellen wirtschaftlichen Situation und im Hinblick auf die finanziellen Ressourcen der Stadt nicht tragbar ist. Vizebürgermeister Jonke erklärt: „In finanziell schwierigen Zeiten ist es essenziell, die Grundbedürfnisse der Menschen an erste Stelle zu setzen. Anstatt 165 Millionen Euro in die Elektrifizierung einer Busflotte zu investieren, müssen wir Prioritäten setzen. Der Bau eines Hallenbades, die Sanierung von Straßen und die Sicherstellung einer ausgebauten Wasser- Strom- und Wärmeversorgung sind dringendere Anliegen.“ In diesem Kontext hat Stadträtin Wassermann der Fachabteilung den Auftrag erteilt, die bestehenden Pläne zu überarbeiten und neue Ideen zu erarbeiten, die sowohl kosteneffizient als auch umweltfreundlich sind.