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Foto auf 5min.at zeigt die befahrene Kärntnerstraße in Graz.
63 Menschen kamen 2024 ums Leben, 1.298 wurden schwer verletzt. Kein Bezirk erreichte das Ziel "null Verkehrstote".

Kein steirischer Bezirk ohne Verkehrstote im Vorjahr

Kein steirischer Bezirk blieb 2024 ohne Verkehrstote. Der VCÖ fordert mehr Maßnahmen für mehr Sicherheit, vor allem für schwächere Verkehrsteilnehmer.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(356 Wörter)
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Die Zahl der Verkehrstoten in der Steiermark ist im Vorjahr gesunken. Das erklärte Ziel „null Verkehrstote“ wurde dennoch in keinem einzigen Bezirk erreicht. Insgesamt starben 63 Menschen auf steirischen Straßen, wie der VCÖ am Freitag unter Berufung auf Daten der Statistik Austria informierte.

Mehr tödliche Unfälle in vier steirischen Bezirken

Besonders viele tödliche Unfälle verzeichnete der Bezirk Hartberg-Fürstenfeld mit elf Todesopfern, gefolgt von der Südoststeiermark mit acht. Graz, die Landeshauptstadt, meldete sieben Todesopfer. Die meisten Schwerverletzten wurden ebenfalls hier registriert: 278 Personen. Steiermarkweit lag die Zahl der Schwerverletzten bei 1.298, das sind 37 mehr als im Jahr zuvor. In vier Bezirken, Bruck-Mürzzuschlag, Hartberg-Fürstenfeld, Leoben und Voitsberg, stieg die Zahl der Verkehrstoten gegenüber 2023 sogar an.

VCÖ: Sicherheit für Schwächere im Verkehr erhöhen

„Es gibt nur eine akzeptable Anzahl an tödlichen Verkehrsunfällen, und die ist null“, sagt VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky. Um diesem Ziel näher zu kommen, brauche es mehr Maßnahmen zur Unfallvermeidung – vor allem dort, wo besonders gefährdete Gruppen wie Kinder oder ältere Menschen unterwegs sind. Jaschinsky fordert Tempo 30 statt 50 im Ortsgebiet, sichere Kreuzungen und ausreichend breite Gehwege: „Die Verkehrssicherheitsarbeit muss sich an den Schwächsten im Verkehr orientieren.“

Tempo 80 statt 100 auf Freilandstraßen

Ein zentraler Hebel sei auch die Temporeduktion auf Freilandstraßen. Laut VCÖ beträgt der Anhalteweg eines Autos bei Tempo 80 rund 51 Meter – bei Tempo 100 sind es bereits 74 Meter. „Ein niedrigeres Tempo reduziert durch den kürzeren Anhalteweg nicht nur das Unfallrisiko, sondern im Fall eines Unfalls auch die Unfallschwere“, so Jaschinsky weiter. Auch der Rückbau von bekannten Raserstrecken trage dazu bei, tödliche Unfälle zu verhindern.

Mehr öffentliche Verbindungen, weniger schwere Unfälle

Als besonders wirksam hebt der VCÖ zudem den Ausbau öffentlicher Verkehrsangebote hervor, etwa durch Nachtbusse oder Anrufsammeltaxis. Vor allem junge Menschen könnten so sicherer nach Hause kommen. Wichtig seien zudem sichere Übergänge bei Bushaltestellen und baulich getrennte Geh- und Radwege entlang von Freilandstraßen. „Fehlt bei einer Bus-Haltestelle eine sichere Straßenquerung oder ein Gehweg zur Haltestelle, dann ist das eine Gefahrenstelle“, warnt Jaschinsky.

Bilanz 2024: Hartberg-Fürstenfeld trauriger Spitzenreiter:

Zahl der Verkehrstoten pro Bezirk:

  • Hartberg-Fürstenfeld: 11
  • Südoststeiermark: 8
  • Graz: 7
  • Voitsberg &und Liezen: je 6
  • Graz-Umgebung, Bruck-Mürzzuschlag und Weiz: je 5
  • Leibnitz: 4
  • Deutschlandsberg und Murau: je 2
  • Leoben und Murtal: je 1

In Summe verzeichnete die Steiermark 6.881 Verletzte bei Verkehrsunfällen, 1.298 davon schwer.

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