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/ ©Fotomontage Canva
Symbolfoto
Das Bild auf 5min.at zeigt im Hintergrund eine Frau in einem Krankenhausbett und im Vordergrund ein Bild, das Frauen beim Spinning zeigt.
Nach einem Spinning-Kurs drohte einer 26-Jährigen in Niederösterreich Nierenversagen.

Schockdiagnose: 26-Jähriger drohte Nierenversagen nach Spinning-Kurs

Eine intensive Spinning-Einheit kostete eine 26-Jährige in Niederösterreich fast das Leben. Wegen starker Schmerzen nach dem Workout ging sie ins Krankenhaus – und dort erhielt sie eine Schockdiagnose.

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
2 Minuten Lesezeit(265 Wörter)
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Die Trendsportart „Spinning“, bei der man in der Gruppe auf stationären Fahrrädern zu Musik fährt, soll dem Körper eigentlich Gutes tun. Einer 26-Jährigen in Niederösterreich wurde das Workout jedoch fast zum Verhängnis. Nach einer intensiven Spinning-Einheit verspürte sie einen starken Muskelkater – an sich nichts Ungewöhnliches nach dem Sport. Ihre Schmerzen wurden jedoch mit der Zeit unerträglich, deshalb begab sie sich ins Universitätsklinikum Krems, wie die Niederösterreichischen Nachrichten berichteten.

Von der Blasenentzündung zum Crush-Syndrom

Dort vermutete man zunächst eine Blasenentzündung, doch nachdem die 26-Jährige alle Symptome geschildert hatte, schrillten bei dem behandelnden Arzt die Alarmglocken: Er vermutete das sogenannte „Crush-Syndrom“.

Was ist das Crush-Syndrom?

Unter dem Crush-Syndrom versteht man den Zerfall der Skelettmuskulatur nach einer Verletztung. Das Crush-Syndrom entsteht, wenn ein Teil des Körpers – meist ein Muskel – über längere Zeit stark eingeklemmt oder zerquetscht wird, zum Beispiel bei einem Unfall. Nach der Quetschung werden bei Vorliegen des Crush-Syndroms große Mengen Myoglobin, Kalium und Phosphor freigesetzt, was zu einer akuten Niereninsuffizienz führt.

Nach diesem Verdacht wurde bei der Patientin sofort Blut genommen und die Annahme des Arztes bestätigte sich: Der Creatinkinase-Wert, ein Indikator für Muskelschäden, überstieg den Normalwert um das 800-fache und der 26-Jährigen wurde die Diagnose „beginnendes Crush-Syndrom“ gestellt.

Crush-Syndrom kann zu Nierenversagen führen

Nun hieß es rasch handeln. Das Team des Universitätsklinikums zog das Klinikum Horn zur weiteren Behandlung hinzu, speziell die Abteilung für Nephrologie und internistische Intensivmedizin. Gegenüber der Kronenzeitung erklärte Dr. Julia Kerschbaum, die Leiterin dieser auf Nierenschäden spezialisierten Abteilung, dass in so einem Fall jede Stunde zähle und dass eine spätere Diagnose zu Nierenversagen hätte führen können. Doch dieses Schicksal blieb der 26-Jährigen glücklicherweise erspart: Nach acht Tagen auf der Nephrologie-Station des Klinikums Horn konnte sie das Krankenhaus ohne Nierenschäden wieder verlassen.

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