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Symbolfoto
Das Foto auf www.5min.at zeigt einen Parkplatz.
Der Verkehr ist der größte Verursacher von Stickoxid-Emissionen sowie für 41 Prozent der versiegelten Fläche und für 26 Prozent der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich.

VCÖ warnt: „Verkehr in der Steiermark weiterhin ein großes Umweltproblem“

Die gute Nachricht zum Welt-Umwelttag: Die Emissionen des Verkehrs sind in der Steiermark in den vergangenen 20 Jahren deutlich gesunken. Die schlechte Nachricht: Der Verkehr ist nach wie vor ein großes Umweltproblem.

von Anja Mandler
3 Minuten Lesezeit(641 Wörter)
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Dies zeigt eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten des Umweltbundesamts. So ist der Verkehr der größte Verursacher von Stickoxid-Emissionen sowie für 41 Prozent der versiegelten Fläche und für 26 Prozent der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Verstärkte Maßnahmen für einen umweltverträglichen Verkehr machen die Mobilität für die Bevölkerung gesünder und verringern zudem bestehende Verkehrsprobleme, betont der VCÖ.

Verkehr ist in der  Steiermark weiterhin ein großes Umweltproblem

Dass Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltbilanz wirken, zeigt die Entwicklung seit dem Jahr 2005. Die Treibhausgas-Emissionen des Verkehrs in der Steiermark sind um 16 Prozent gesunken, die PM10-Feinstaub Emissionen um rund 57 Prozent, die Stickoxid- und die PM2,5-Feinstaub-Emissionen um jeweils 68 Prozent, informiert der VCÖ. „Der Welt-Umwelttag erinnert daran, dass die Umweltbilanz weiter zu verbessern ist. Gerade im Verkehrsbereich ist der Handlungsbedarf nach wie vor groß“, stellt VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky fest. Eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten des Umweltbundesamts zeigt, dass der Verkehr rund 40 Prozent der steirischen Stickoxid-Emissionen verursacht. Die Hauptquelle beim Verkehr sind die Dieselabgase. Österreichs Diesel-Pkw verursachen pro Fahrzeugkilometer dreimal so viele Stickoxide wie Benzin-Pkw, Lkw pro Tonnenkilometer sogar 15 Mal so viele Stickoxide wie Güterzüge. Stickoxide sind Vorläufersubstanzen von Feinstaub und Ozon, sie sind umwelt- und gesundheitsschädlich. Auch aus Gesundheitssicht ist es unverständlich, dass die Bundesregierung Dieseltreibstoff nach wie vor steuerlich begünstigt. Allein im Vorjahr betrug die Steuerbegünstigung von Diesel in Österreich rund 560 Millionen Euro, macht der VCÖ aufmerksam.

Bodenverbrauch stellt großes Problem da

Darüber hinaus ist der Verkehr für rund 26 Prozent der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich, für 17 Prozent der Emissionen des PM2,5-Feinstaubs und für 14 Prozent des PM10-Feinstaubs. Ein großes Umweltproblem ist auch der vom Verkehr verursachte Bodenverbrauch. Der Verkehr nimmt in der Steiermark eine Fläche von 274 Quadratkilometern ein. 70 Prozent dieser Flächen, nämlich 193 Quadratkilometer sind versiegelt. „Die hohe Versiegelung wird durch die zunehmenden Starkregen und Hitze zu einem großen Problem. Umso wichtiger ist der Rückbau überdimensionierter Straßen, die verstärkte Entsiegelung und Begrünung insbesondere im urbanen Straßenraum sowie bei großen Parkplätzen“, erklärt VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky. Zusätzlich ist der Verkehr auch Österreichs größter Verursacher von Blei-Emissionen. Zwar war das Verbot von bleihaltigem Benzin ab November 1993 sehr wirksam. Die Blei-Emissionen des Verkehrs sanken österreichweit um 97 Prozent von 179.300 Kilogramm im Jahr 1990 auf zuletzt 5.664 Kilogramm. „Das Verbot von bleihaltigem Benzin zeigt ebenso wie das FCKW-Verbot wie wichtig und wirksam gesetzliche Vorgaben und Regulierungen sind“, betont VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky. Doch auch heute noch ist der Kfz-Verkehr wegen des Abriebs der Bremsen und Reifen die größte Emissionsquelle von Blei. Niedrigere Tempolimits und kleinere Fahrzeuge würden dazu beitragen, den Reifen- und Bremsabrieb zu reduzieren, stellt der VCÖ fest.

Mobilitätsmanagement soll helfen

Mobilitätsmanagement sei eine wirksame Maßnahme, um Staus in der Rush Hour zu reduzieren, indem Betriebe Anreize setzen, mit dem Öffentlichen Verkehr, Fahrrad oder in Fahrgemeinschaften zur Arbeit zu kommen. Insgesamt benötigen öffentliche Verkehrsmittel weniger Fläche als der Autoverkehr, weil Bahn, Bus und städtische Öffis um ein Vielfaches leistungsfähiger sind. Zusätzlich reduzieren öffentliche Verkehrsmittel den Ausstoß von CO2 und von anderen Emissionen. Österreichs Bahnen verursachen pro Personenkilometer um 95 Prozent weniger Treibhausgase als Diesel- und Benzin-Pkw, weist der VCÖ auf Daten des Umweltbundesamts hin. Groß ist zudem das Potenzial der aktiven Mobilität. Jede zehnte Autofahrt ist in Gehdistanz, vier von zehn Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer, was eine gute Radfahrdistanz ist und sechs von zehn Autofahrten sind kürzer als zehn Kilometer, was mit Elektro-Fahrrädern gut bewältigbar ist. „Um dieses große Potenzial des Radverkehrs nutzen zu können, ist die Rad-Infrastruktur stärker als bisher zu verbessern“, stellt VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky fest.

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