Schonfrist: Bei tausenden Österreichern wird Pension noch nicht gekürzt
Mit 1. Juni 2025 ist eine Maßnahme gestartet, die dafür sorgen wird, dass Österreichs Pensionisten am Ende des Tages weniger Geld aufs Konto bekommen werden. Wer davon (noch) nicht betroffen ist, erfahrt ihr hier bei uns.
Schon im Regierungsprogramm stand geschrieben, was nun auch eingetroffen ist: Die Krankenversicherungsbeiträge (KV-Beiträge) für Österreichs Pensionisten wurden mit 1. Juni 2025 von 5,1 auf sechs Prozent erhöht. Mehr zu der Thematik hier: Jetzt fix: Pensionen werden gekürzt, Millionen Österreicher betroffen. Doch während es im Regierungsprogramm noch keine Differenzierungen gegeben hat, hat man sich schließlich doch dazu entschieden, dass bei manchen Pensionisten die Beiträge „erst“ mit 1. Jänner 2026 ansteigen werden.
Bei wem die KV-Beiträge erst mit 1. Jänner 2026 erhöht werden
„Für Bezieher:innen einer Ausgleichszulage soll die Anhebung der Krankenversicherungsbeiträge erst ab 1. Jänner 2026 gelten“, heißt es dazu aus dem Sozialministerium auf Nachfrage von 5 Minuten. Ebenfalls betroffen sind Ehegatten und eingetragene Partner dieser Personen, also Bezieher eines Ausgleichszulagen-Familienrichtsatzes. Zur Einordnung: Laut Statistik Austria hat es etwa Ende 2023 in Österreich fast 200.000 Ausgleichszulagen-Bezieher gegeben.
Warum bei manchen Pensionisten die KV-Beiträge später erhöht werden
Warum man sich für diese Vorgehensweise entschieden hat? Auch auf diese Frage hat uns das Ministerium eine Antwort geliefert: „Das spätere Inkrafttreten des höheren Krankenversicherungsbeitrages für diese Gruppe wurde gewählt, um keine unterjährige Belastung für Personen mit geringen Einkommen zu schaffen.“ Fakt ist, dass auch für die angesprochene Gruppe – wenn auch ein paar Monate später – gilt, dass die KV-Beiträge von 5,1 auf sechs Prozent ansteigen werden.
Wie viel Pension bekommst du netto?
Was bedeutet die KV-Beitragserhöhung für die Pensionen?
Die Erhöhung der KV-Beiträge bedeutet für Österreichs Pensionisten effektiv weniger Netto vom Brutto. Dabei kann die Mehrbelastung durchaus in der Höhe von mehreren hundert Euro im Jahr liegen. Doch die Regierung hat noch deutlich mehr Maßnahmen im Pensionsbereich geplant – und nicht jede Maßnahme kostet Österreichs Älteste Geld, manche könnten sogar den einen oder anderen Euro ins Börserl bringen. Alle Informationen zu den Maßnahmen findet ihr auch hier: Pensionen werden gekürzt, Österreicher müssen länger arbeiten.
Häufig gestellte Fragen
Die KV-Beiträge wurden mit 1. Juni 2025 in Österreich für Pensionisten von 5,1 auf sechs Prozent erhöht.
Die KV-Beitragserhöhung trifft Österreichs Pensionisten unterschiedlich hart. Im Schnitt dürften die Mehrkosten im Jahr allerdings bei rund 200 Euro liegen, generell müssen besser verdienende Pensionisten in den meisten Fällen mehr draufzahlen.
Neben der KV-Beitragserhöhung soll auch durch die Einführung der e-Card-Gebühr für Pensionisten ab November 2026 einiges Geld in die klammen Staatskassen kommen. Diese macht in diesem Jahr 25 Euro aus.
Reformiert wird etwa auch die Korridorpension, die Teilpension wird eingeführt und die Pensionsaliquotierung kommt mit 50 Prozent für alle Neupensionisten wieder zurück.
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