Tag X: Wann Österreichs Pensionisten erstmals weniger Geld bekommen
Ein großer Teil von Österreichs Pensionisten - und damit laut Statistik Austria mehr als zwei Millionen Menschen - werden schon bald weniger Geld aufs Konto bekommen. Wir wissen, an welchem Tag das sein wird.
Eine Netto-Pensionskürzung steht in Österreich für wohl mehr als zwei Millionen Menschen in den Startlöchern. Der Grund dafür ist die Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge, die von der neuen Regierung beschlossen wurde, um das marode Budget sowohl des Staates als auch der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) zu entlasten. Alle Informationen dazu findet ihr hier: Jetzt fix: Pensionen werden gekürzt, Millionen Österreicher betroffen.
Pensionsmaßnahme wird in wenigen Tagen schlagend
Eigentlich gilt diese Maßnahme schon seit 1. Juni 2025, auf die Auszahlungen hat sich das bisher allerdings noch nicht ausgewirkt, das Geld für Mai war noch mit 5,1 Prozent KV-Beiträgen. Wie man seitens des Sozialministeriums gegenüber 5 Minuten bestätigt, wird die Juni-Auszahlung nun die erste sein, bei der die KV-Beiträge für die meisten Pensionisten auf sechs Prozent ansteigen. Und diese wird am 1. Juli ausbezahlt. Aus dem Ministerium heißt es dazu: „Die Auszahlung der Pensionen erfolgt grundsätzlich monatlich im Nahhinein, jeweils am 1. des Folgemonats.“ Und übrigens: Trotz des nun geänderten KV-Beitrags kommt das Geld nicht später aufs Konto als sonst.
Diese Pensionisten bekommen eine Schonfrist
Warum aber werden die KV-Beiträge nun nur für „die meisten Pensionisten“ ansteigen? Auch das haben wir nachgefragt, zudem wollten wir auch für euch in Erfahrung bringen, wer denn vorerst noch verschont bleibt. „Für Bezieher einer Ausgleichszulage soll die Anhebung der Krankenversicherungsbeiträge erst ab 1. Jänner 2026 gelten“, erklärt man auf Nachfrage von 5 Minuten. Eine Schonfrist wird auch deren Ehe- und eingetragenen Partnern gewährt. Der Grund für das spätere Anheben der KV-Beiträge für diese Menschen ist, weil man keine unterjährige Belastung für Personen mit geringen Einkommen schaffen wollte. Alle Informationen dazu gibt es auch hier: Schonfrist: Bei tausenden Österreichern wird Pension noch nicht gekürzt.
Bist du schon in Pension?
Was bedeutet die Erhöhung der KV-Beiträge für Pensionisten?
Die Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge bedeutet für Pensionisten in Österreich vor allem eine Mehrbelastung für teils mehreren hundert Euro. Stark belastet werden dadurch vor allem geringe Pensionen, mittlere Pensionen steigen oft sogar „besser“ aus. Bei Besserverdienern steigt die Mehrbelastung dann wieder an. So sind es rund 176 Euro im Jahr mehr, die Personen, die im Monat 1.700 Euro brutto bekommen, bei Pensionen von 2.000 Euro brutto sind es 163 Euro im Jahr. Danach steigt es wieder an, bekommt man 2.500 Euro monatlich brutto, hat man im Jahr eine Netto-Mehrbelastung von 203, bei einer Pension von 4.000 Euro brutto sind es 327 Euro netto im Jahr.
KV-Beitrags-Kuriosum erklärt
Bernhard Angeler von der Webentwicklungsfirma „BAWS“, die einen neuen Finanzrechner entwickelt haben erklärt dieses Kuriosum, dass Personen mit niedrigen Pensionen oft mehr oder gleich viel draufzahlen müssten als Menschen mit mittleren Auszahlungshöhen, gegenüber 5 Minuten folgendermaßen: „Bei niedrigeren Pensionen wird keine oder nur sehr wenig Lohnsteuer entrichtet. Daher wirkt sich eine Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge direkter auf den Nettobezug aus.“
Zahlreiche Pensionsmaßnahmen werden gesetzt
Die Erhöhung der KV-Beiträge ist übrigens nicht die einzige Maßnahme, die im Pensionsbereich in Österreich von der neuen Regierung getroffen wird. Dabei geben sich Maßnahmen, die Pensionisten entlasten sollen die Hand mit jenen, die sie belasten. Zusätzlich werden auch einige Reformschritte gesetzt. Alle Informationen dazu findet ihr auch hier: Pensionen werden gekürzt, Österreicher müssen länger arbeiten.
Häufig gestellte Fragen
Pensionisten müssen in Österreich künftig sechs statt 5,1 Prozent an Krankenversicherungsbeiträgen bezahlen.
Die Erhöhung der KV-Beiträge gilt in Österreich seit 1. Juni 2025. Erstmals schlagend wird sie mit 1. Juli 2025, wo die Juni-Pensionen ausbezahlt werden.
Für einige Pensionisten werden die KV-Beiträge erst mit 1. Jänner 2026 erhöht.
„Für Bezieher einer Ausgleichszulage soll die Anhebung der Krankenversicherungsbeiträge erst ab 1. Jänner 2026 gelten“, heißt es dazu aus dem Sozialministerium. Diese Maßnahme gilt auch für Ehe- oder eingetragene Partner dieser Menschen erst ab 1. Jänner 2026.
Laut Informationen aus dem Ministerium liegt das daran, dass man Personen mit geringem Einkommen nicht unterjährig belasten möchte.