Großeinsatz in Eisenerz: Zahlreiche Einsatzkräfte bekämpfen Waldbrand
Nach einem Blitzeinschlag in Eisenerz war es dort am Montag zu einem Waldbrand gekommen. Seit Tagen sind die Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten beschäftigt.
Am Montagabend wurde die Feuerwehr Eisenerz zu einem Waldbrand in der steilen Felswand oberhalb des Leopoldsteinersees alarmiert. „Ein Blitzeinschlag hatte dort einen Baum in Brand gesetzt. Aufgrund der unzugänglichen Lage war ein Einsatz nur aus der Luft möglich. Noch am selben Abend wurden rund 5.000 Liter Löschwasser durch den Hubschrauber des BMI abgeworfen, um eine Ausbreitung zu verhindern“, berichtet die FF Eisenerz.
Löscharbeiten unter anspruchsvollsten Bedingungen
Am Dienstag entdeckte die Drohne des BFV Leoben bei einem Kontrollflug erneut Glutnester. Flughelfer der Feuerwehrflugdienststaffeln Nord (Aigen im Ennstal) und Ost-Süd (Kapfenberg) sowie Einsatzkräfte der Bergrettung Eisenerz wurden per Hubschrauber zur Brandstelle geflogen. „Die Löscharbeiten fanden unter anspruchsvollsten Bedingungen in steilster Wandlage statt. Gegen Mittag konnte ‚Brand aus‘ gegeben werden“, so die Feuerwehr. Die betroffene Stelle blieb aber weiterhin unter Beobachtung.
Glutnester erneut aufgeflammt
Am Mittwochnachmittag gab es erneut Alarm. „Glutreste waren durch auffrischenden Wind wieder aufgeflammt. Zwei Hubschrauber sowie Flughelfer der Staffel Ost-Süd, 11 Bergretter, ein Tankwagen des ÖAMTC, vier Fahrzeuge der Feuerwehr Eisenerz und weitere Kräfte rückten erneut aus. Im Laufe des Nachmittags bis Abends wurden knapp 70 Rotationen ausschließlich zum Abwurf von Löschwasser durchgeführt. Insgesamt standen 35 Personen im Einsatz. Die Glutnester konnten eingedämmt werden. Die Arbeiten werden am Donnerstag fortgesetzt“, hieß es am Mittwoch von der Feuerwehr Eisenerz. Personen wurden keine verletzt.
Eingesetzte Kräfte
Flugdienststaffel Nord – Aigen im Ennstal, Flugdienststaffel Ost-Süd – Kapfenberg, Bergrettung Eisenerz, Polizei-Hubschrauber, Heli Austria, Drohne des BFV Leoben, Feuerwehr Kammern im Liesingtal, Feuerwehr Eisenerz (Einsatzleitung, Drohne, 4 Fahrzeuge), ÖAMTC Tankwagen.
Experten warnen vor Waldbränden
Experten warnen aufgrund der aktuellen Hitzewelle vor Waldbrandgefahr. Die höchste Gefahr besteht derzeit in Unterkärnten und in Teilen der Steiermark. Speziell Blitzschlagbrände können aber im ganzen Land auftreten, die in Österreich die häufigste Ursache von Waldbränden im Sommer darstellen. Am Mittwoch kam es auch zu Einsätzen aufgrund von Waldbränden in Weißkirchen und Mariazell, 5 Minuten berichtete: Hitzewelle: Waldbrände fordern steirische Feuerwehren.