„Extremwetterereignis“: Steirer bekommen Warnung aufs Handy
Heftige Gewitter werden für den heutigen Donnerstag prognostiziert. Diese sollen vor allem die Steiermark besonders hart treffen. Mittels AT-Alert wurde heute vor Gefahren gewarnt.
Für die Steiermark wurde für den heutigen Donnerstag eine violette Gewitterwarnung herausgegeben. „Ab dem späten Nachmittag Entwicklung von heftigen Gewittern, wobei sich zahlreiche Multizellen und auch mehrere Superzellen entwickeln können, die das Gebiet ostwärts überqueren. Dabei kann mittelgroßer bis großer Hagel auftreten (2-5 cm), lokal ist sogar sehr großer Hagel von bis zu 8 cm denkbar. Weiters können Sturmböen zwischen 70 und 100 km/h auftreten, im Extremfall sind vereinzelt Orkanböen von bis zu 140 km/h möglich. Starkregen kann für Überflutungen und Murenabgänge sorgen“, warnte bereits Skywarn am Mittwochabend. Welche steirischen Regionen es besonders treffen soll, erfährst du hier: Superzellen und Hagel: Höchste Unwetterwarnung für Teile der Steiermark.
Steirer wurden mittels AT-Alert vor Extremwetter gewarnt
Kurz vor 13 Uhr erklang ein schriller Alarmton aus den Handys der Steirer und Steirerinnen. Mittels AT-Alert wurde am Donnerstagmittag vor einem Extremwettereignis gewarnt. „Behördliche Gefahreninformation – Steiermark. Gültigkeit: 26. Juni 2025 von 14 bis 24 Uhr“, so wurden Bewohner auf die bevorstehenden Unwetter aufmerksam gemacht. Weiters wird vor Gefahren gewarnt und appelliert, sich von Parks, Wäldern und Ufern fernzuhalten.
Extremwetterereignis steht der Steiermark bevor
„ACHTUNG! Ein EXTREMWETTEREREIGNIS wird im Bereich der gesamten Steiermark für den Zeitraum von 14.00 bis 24.00 Uhr erwartet. Es besteht unter anderem die Gefahr von Sturmböen, lokalen Überschwemmungen, umstürzenden Bäumen, Hagel und Blitzschlag. Die Sturmböen können insbesondere in der Nordost-Steiermark inklusive des Grazer Beckens Spitzen bis zu 100 km/h erreichen. Meiden Sie Parkanlagen, Wald- und Uferbereiche und sichern Sie lose Gegenstände im Außenbereich! Beobachten Sie die lokale Wetterentwicklung und rechnen Sie mit deren raschen Änderung“, heißt es in der Warnung.
Sturmböen, Überschwemmungen, Hagel und Blitzschlag
„Laut der aktuellen Wetterdaten der Geosphere Austria bringt der Störungsdurchzug ab 14 Uhr teils heftige Gewitter. Besonders gewarnt wird vor Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern in der Nordost-Steiermark und im Grazer Becken. Im Osten und Südosten der Steiermark sind Windspitzen von bis zu 110 Stundenkilometern möglich. Es besteht die Gefahr von Sturmböen, lokalen Überschwemmungen, umstürzenden Bäumen, Hagel und Blitzschlag“, heißt es zusätzlich in einer Aussendung vom Land. Die Warnung ergeht mittels AT-Alert landesweit auch an alle Mobiltelefone in Netzen innerhalb der Steiermark.
Waldbrandgefahr bleibt bestehen
„Das ist besonders wichtig im Hinblick auf die vielen Gäste von außerhalb der Steiermark, die bereits zum Formel-1-Wochenende in Spielberg angereist sind oder gerade anreisen. Vor allem Camper sollten in den nächsten Stunden besonders vorsichtig sein“, betont Harald Eitner, Leiter der Fachabteilung Katastrophenschutz und Landesverteidigung. Trotz der erwarteten Niederschläge bleibt die hohe Waldbrandgefahr bestehen – Gewitter mit Blitzschlag können Brände auslösen.
Wie man sich bei Unwettern zu verhalten hat
Das Rote Kreuz gibt wichtige Ratschläge zum Verhalten bei Sturm, Starkregen, Hagel und anderen Unwetterlagen. „Oberstes Gebot bei Sturm und Unwettern ist es, Schutz in Gebäuden aufzusuchen. Gerade bei Sturmböen können ungesicherte Gegenstände oder herabfallende Äste zur lebensbedrohlichen Gefahr werden“, mahnt Markus Pumm, Landesrettungskommandant-Stellvertreter in der Steiermark.
Tipps und Ratschläge
- Radio und Fernseher einschalten: Auf Wettervorhersagen achten und den Anweisungen von Behörden und Einsatzkräften unbedingt Folge leisten.
- Haus und Wohnung sichern: Fenster und Jalousien schließen, Gartenmöbel befestigen, Einlässe und Schächte reinigen.
- Auto sichern: Fahrten möglichst vermeiden und das Auto idealerweise unter Dach parken.
- Schutz in Gebäuden suchen: Wer sich bei starken Unwettern im Freien aufhält, begibt sich unter Umständen in Lebensgefahr.
- Mit Stromausfällen rechnen: Vorsorge treffen, auf Vorräte und stromunabhängige Geräte zurückgreifen.
- Für andere da sein: Erste Hilfe leisten, wo nötig, und gegebenenfalls Nachbarn beim Sichern ihres Eigentums unterstützen.
Diesen letzten Punkt unterstreicht auch Pumm noch einmal explizit: „Achten Sie vor, bei und nach Unwettern auch auf Ihre Mitmenschen. Leisten Sie Erste Hilfe, wo nötig, und bieten Sie anderen Schutz in Zufluchtsräumen oder Gebäuden.“ Das Rote Kreuz selbst ist in der Steiermark übrigens gut auf mögliche Unwetter vorbereitet. „Als Einsatzorganisation ist es unsere Pflicht, auch kurzfristig auf dynamische Lagen reagieren zu können. Im Falle drohender schwerer Unwetter werden zusätzlich auch Mannschaften im Hintergrund in Bereitschaft gehalten“, so Pumm.